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17.05.2018

Brunnen muss saniert werden

Der Kellmünzer Trinkwasserbrunnen muss saniert werden. Danach folgt die Planung zur Ausweisung eines geänderten Wasserschutzgebiets.
Bild: Armin Schmid

Trinkwasser Das Bauwerk in Kellmünz soll tiefer in die Erde reichen

Kellmünz Die Marktgemeinde Kellmünz muss in die Wasserversorgung und in ein Wasserschutzgebiet investieren. Bürgermeister Michael Obst erläuterte während der vergangenen Gemeinderatssitzung, dass eine Genehmigung für das Wasserrecht im Schutzgebiet bis 2015 vorlag. Dieser Zeitraum wurde vorerst durch eine befristete Erlaubnis des Landratsamts bis Ende 2017 und – im zweiten Schritt – bis Ende 2020 verlängert. Das heißt: Nun besteht Handlungsbedarf.

Der Planer Alexandro Bianchi berichtete, vor der Ausweisung eines neuen Schutzgebiets müsse zunächst der Brunnen saniert werden. Anhand von Wasserproben sei festgestellt worden, dass das Sperrrohr im Brunnen nicht tief genug sei. Wenn man jedoch tiefer bohre und das Wasser aus tieferen Schichten entnehme, sei das Wasser besser gegen das Eindringen von Bakterien geschützt. Der Bürgermeister sagte, dass die Gemeinde derzeit keine Probleme damit habe. Die Keimzahl liege bei null – das Kellmünzer Trinkwasser sei also vollkommen in Ordnung. Dennoch hänge die Situation mit der Bewirtschaftung der umliegenden Grünflächen zusammen.

Der Planer meinte, die Sanierung des Brunnens sollte in Angriff genommen werden, sobald der Notwasserverbund mit Osterberg fertiggestellt ist. Bei einer übergangsweisen Wasserversorgung aus Osterberg seien die Bauarbeiten recht zügig umsetzbar. Der Zulauf des Wassers aus oberen Schichten in den Brunnen soll dann unterbunden werden. Nach der Sanierung könne ein neues Wasserschutzgebiet geplant werden. Hierfür sind laut Bianchi aber zuerst geologische Untersuchungen erforderlich, die auch die Fließrichtung des Grundwassers bestimmen müssen.

Marktrat Christian Saueressig betonte, dass seit Jahren Bestandteile von Pflanzenschutzmitteln im Trinkwasser enthalten und messbar seien. Saueressig fragte, ob es nicht besser wäre noch tiefer zu bohren, um an unbelasteteres Trinkwasser zu kommen. Dies sei möglich, antwortete der Fachmann und sagte auch, dass man das untersuchen sollte. Allerdings hänge das von der Bodenfiltration und den Verhältnissen vor Ort ab. Obst sagte, dass zunächst ein Geologe die Situation erläutern sollte. (sar)

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