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Einsatz

28.05.2020

Bub zündelt – Nachbarn greifen zu Gartenschläuchen

Etliche Feuerwehrler rückten am Dienstag nach Friesenhofen aus. Dort brannte eine Scheune.
Bild: Wilhelm Schmid

In Friesenhofen kommt es am Dienstag beinahe zu einem Großbrand. Etliche Feuerwehren rücken aus

Das war knapp: Gerade noch verhindert worden ist ein Großbrand am späten Dienstagnachmittag in Friesenhofen. Zu verdanken war das einerseits der richtigen Reaktion eines Sechsjährigen – obwohl der Bub zuvor etwas angestellt hatte. Andererseits dem beherzten Eingreifen der Nachbarn, die das Feuer mit Gartenschläuchen bekämpften.

Nach Informationen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West zündelte der sechsjährige Bub an der Ecke eines Stadels aus Holz mitten in Friesenhofen, das zur Marktgemeinde Buch gehört. Zuvor hatte er Streichhölzer bei seinen Eltern stibitzt. Damit setzte er herumliegende Kartons in Brand. Ein trockener Busch, der an der Ecke des Gebäudes mehrere Meter hoch wuchs, fing ebenfalls Feuer. Glücklicherweise, so die Polizei, holte der Bub sofort seinen Vater. Dieser startete gemeinsam mit herbeieilenden Nachbarn einen ersten „Löschangriff“ mithilfe von vier Gartenschläuchen.

Von Weitem sah Jürgen Linder, Kommandant der Feuerwehr Christertshofen-Rennertshofen, indes eine große Rauchwolke aufsteigen und fuhr sofort los. Bei seiner Ankunft in Friesenhofen waren die Löscharbeiten der Anwohner bereits in vollem Gange.

Bub zündelt – Nachbarn greifen zu Gartenschläuchen

Als die Feuerwehren aus dem ganzen Umkreis eintrafen – die Integrierte Leitstelle in Krumbach hatte nach den ersten Meldungen die Alarmstufe „B4/Brand landwirtschaftliches Anwesen“ ausgelöst –, war das Feuer größtenteils bereits gelöscht. So mussten die Einsatzkräfte, unter Leitung von Jürgen Linder, nur noch Nachlöscharbeiten ausführen und mit einer Wärmebildkamera sicherstellen, dass keine weiteren Glutnester vorhanden waren. Neben der Ortswehr waren folgende Löschkräfte im Einsatz: Buch, Obenhausen, Nordholz, Unterroth, Illertissen sowie aus Roggenburg die Feuerwehren der Ortsteile Meßhofen und Biberach mit insgesamt rund 80 Feuerwehrleuten. Dazu kamen Führungskräfte der Kreisbrandinspektion, die „Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung“ des Landkreises Neu-Ulm und Fachberater des Technischen Hilfswerks. Teilweise wurden die Kräfte aber schon auf der Anfahrt wieder zurückbeordert. Auch der vorsorglich alarmierte Rettungsdienst musste nicht eingreifen.

Zwei Polizeistreifen übernahmen die Ermittlungen zur Brandursache und zur Feststellung der Schadenshöhe, die mit rund 2000 Euro angegeben wird. Dem Bericht zufolge dürfte der sechsjährige Bub „durch den Einsatz von Feuerwehr und Polizei seine Lektion gelernt haben“. Dennoch wird die Staatsanwaltschaft von dem Vorfall unterrichtet.

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