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Buch

09.05.2020

Bucher Marktrat bildet neuen Ausschuss für die Jugend

In Buch hat ein neuer Stadtrat seine Arbeit aufgenommen. Auf Anregung von Marcel Siedlaczek (UWG) wurde ein neuer Ausschuss gegründet.

Plus In Buch geht der neue Marktrat ans Werk. Er gründet gleich eine neue Arbeitsgruppe - nur für die Jugend. Das wurde zuvor kontrovers diskutiert.

Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats Buch wurden am vergangenen Donnerstagabend die stellvertretenden Bürgermeister gewählt. Statt fand das Treffen dieses Mal im Dorfstadl, um die coronabedingten Mindestabstände einhalten zu können. Auf dem Plan standen große Veränderungen.

Neben den insgesamt 16 Gemeinderäten und ihrem neuen Bürgermeister Markus Wöhrle ( CSU) fanden sich auch einige interessierte Zuhörer zum öffentlichen Teil der Sitzung ein. Eröffnet wurde dieser mit der Vereidigung des Gemeindevorstands.

Zwei Stellvertreter sollen den Bürgermeister unterstützen

Auch die neuen Ratsmitglieder wurden vereidigt. Alle ordnungsgemäß in ihren Stand gehobenen Gemeinderäte beschlossen anschließend einstimmig, zwei weitere Bürgermeister zu wählen, wie es auch bisher in der Gemeinde der Fall war, um die nach Corona wieder beginnende „Terminflut“, wie Wöhrle es nannte, bewältigen zu können. Nach zwei geheimen Wahldurchgängen ohne ungültige Stimmen wurde Willy Weiske ( Freie Wähler/FWB) Zweiter Bürgermeister mit zwölf Stimmen. Der 71-Jährige bekleidete dieses Amt bereits, nahm es auch dieses Mal gerne an und bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Zum Dritten im Bunde wurde Georg Lehner (CSU) mit zehn der insgesamt 17 Stimmen. Der vorangegangene Appell von Marcel Siedlaczek (UWG), eine Frau als Stellvertreterin zu benennen, blieb somit ungehört.

Ganz neu: Ein Ausschuss, der sich allein um die Belange der Jugend kümmert

Doch ein weiterer Vorschlag von Siedlaczek war erfolgreich: So plädierte er für die Gründung eines neuen Ausschusses in Buch. Da die Themen Jugend und Vereine im Wahlkampf für alle ein wichtiger Punkt gewesen seien, schlug er vor, den Ausschuss Jugend, Kultur und Sport einzurichten, worüber kontrovers diskutiert wurde. Während Andreas Haas (Freie Wähler/FWB) den Vorschlag für „nicht zielführend“ hielt, fand Dorothea Brumbach (CSU) es gut, wenn sich „junge Markträte engagieren. Es soll sich auf dem Gebiet ja etwas ändern und etwas getan werden“. Rainer Schmid gab zu bedenken, dass es vielleicht reichen würde, wieder eine oder einen Jugendbeauftragten zu stellen, keinen ganzen Ausschuss.

Doch Siedlaczek ließ nicht locker und verteidigte seinen Vorschlag, da es „relativ wenig Kulturangebote in Buch gebe und man sicher noch mehr herausholen könnte“. Er schlug vor, dazu aus jeder Fraktion einen Vertreter zu ernennen, die „zusammen, nicht gegeneinander arbeiten“ sollen. Dazu sieht Siedlaczek zwei Treffen im Jahr vor, wonach die Mitglieder ihre Ergebnisse dann dem Marktrat vorstellen. Dafür stimmten auch der ehemalige Erste Bürgermeister Roland Biesenberger sowie der neue Dritte Bürgermeister Georg Lehner. Schlussendlich wurde der Vorschlag des neuen Ausschusses einstimmig angenommen und in die Satzung aufgenommen.

Weitere Neuerungen stehen an: Der Gemeinderat wird moderner

Abschließend wurde festgelegt, professionelle Fotos der Gemeinderatsmitglieder für die Website der Marktgemeinde zu machen und mit Informationen für die Bürger zu hinterlegen. Diese seien aber freiwillig, betonte Wöhrle. Außerdem wird es zukünftig einheitliche E-Mail-Adressen für die Bürgervertreter geben sowie die Nutzung eines Ratsinformationssystems eingeführt. Durch dieses können die Bürger Sitzungsniederschriften online einsehen und die Ratsmitglieder erhalten darüber die Einladungen zu offiziellen Anlässen, wodurch Papier, Fahrt- und Personalkosten gespart und die Umwelt geschont werde, so Wöhrle.

Die Diskussion, ob jedem Ratsmitglied mobile Endgeräte dafür zur Verfügung gestellt werden, wurde aufgrund der eventuellen finanziellen Belastung verschoben, bis entsprechende Angebote eingeholt wurden.

Auch in anderen Gemeinden fanden konstituierende Sitzungen statt. Es gibt viele Veränderungen. Mehr darüber lesen Sie hier:

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