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Kellmünz

17.11.2017

Bürger sollen sich zur Windkraft äußern

Windräder prägen eine Landschaft sehr.
Bild: Ulrich Wagner

Die aktuellen Pläne wurden im Marktrat anhand einer Computersimulation vorgestellt.

Das Thema Windkraft beschäftigt derzeit die Gemeinderäte in Kellmünz, Altenstadt und Osterberg. Nach Altenstadt und Osterberg wurde nun auch in Kellmünz die geplante Windkraftanlage per Computersimulation vorgestellt.

Bürgermeister Michael Obst betonte während der Marktgemeinderatssitzung, dass dies eine wichtige Entscheidungsgrundlage sei. Die Simulation sollte zeigen, wie stark die Windenergieanlagen und die Rotoren vom Ortsbereich aus noch zu sehen sein werden.

Ausgewählt wurden für die Simulation drei markante Punkte im Ortsgebiet, die in eine östliche und westliche Sichtachse aufgeteilt wurden. Die Blickrichtung verlief von der Pestsäule aus über die Friedhofstraße in Richtung der Hangkante der Stockäcker.

Der zweite Sichtpunkt lag im Bereich der Illerbrücke und die dritte Sichtachse verlief vom Bereich Kälberweide in Richtung Handkante. Ein Teil der Windräder wird im stark bewaldeten Bereich nicht zu sehen sein.

Ein anderer Teil der sechs geplanten Windenenergieanlagen überragt den Wald jedoch teilweise und wird je nach Standort auch optisch wahrnehmbar sein, hieß es während der Marktgemeinderatssitzung.

In diesem Fall bleiben im Wesentlichen die Rotorblätter sichtbar. Von einem möglichen Schattenwurf ist der Siedlungsbereich in Kellmünz laut Bürgermeister aber nicht betroffen.

Thema war letztlich auch der weitere Fortgang des Projekts. Im Fokus steht hierbei ein Standortsicherungsvertrag, den die Babenhauser Firma Vensol mit den Bayerischen Staatsforsten abschließen will.

Bürgermeister Obst meinte, dass dies für den Projektierer als Absicherung für weitere Schritte, wie etwa die Einholung von Gutachten, wichtig sei.

Das Babenhauser Energie-Unternehmen Vensol kann jedoch die Verhandlungen mit den Bayerischen Staatsforsten für den Standortsicherungsvertrag erst in die Wege leiten und abschließen, wenn alle drei beteiligten Gemeinderatsgremien in Altenstadt, Osterberg und Kellmünz grünes Licht gegeben haben.

Im Raum steht auch noch die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für eine Bürgerbeteiligung. Wünschenswert wäre nach Ansicht von Michael Obst eine möglichst frühzeitige Einbeziehung der Kellmünzer Einwohner. Letztlich sei es aber Aufgabe des Projektbüros, die Mitbürger zu informieren.

Die Kellmünzer Markträte entschieden sich mit vier Gegenstimmen letztlich für den Abschluss eines Standortsicherungsvertrags zwischen dem Unternehmen Vensol und den Bayerischen Staatsforsten.

Bevor weitere Schritte erfolgen, sei es notwendig, dass auch die Meinungen der Bürger gehört werden, hieß es in der Marktgemeinderatssitzung.

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