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Osterberg

25.11.2019

Bürgerversammlung: Osterberg will Baulücken schließen

In Osterberg stehen 55 Grundstücke leer. Rathauschef Rainer Schmalle will die Besitzer dazu befragen
Bild: Mathias Wild

Eine Analyse zeigt: 55 Grundstücke im Ort stehen leer. Rathauschef Rainer Schmalle will die Besitzer dazu befragen. Das war nicht das einzige Thema bei der Bürgerversammlung.

Anerkennung für bürgerliches Engagement stellte der Osterberger Bürgermeister Rainer Schmalle bei der gut besuchten Bürgerversammlung in der Turnhalle in den Vordergrund. Bei Sanierungsarbeiten an Feuerwehrhäusern, Schützenheimen oder der Turnhalle stelle die Gemeinde oft nur das Baumaterial zur Verfügung. Die ehrenamtliche Arbeit werde von Bürgern und Vereinsmitgliedern erbracht. Der Bürgermeister bedankte sich bei den vielen „helfenden Händen“, die den Ort und das Zusammenleben voranbringen.

Die Gestaltung des Rathausvorplatzes hat zwischenzeitlich Gestalt angenommen. Schmalle betonte, dass man mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein kann. Es sei ein Dorftreffpunkt entstanden, an dem die Bürger auch zum Wochenmarkt zusammenkommen. Dies soll nun intensiviert werden. An allen Adventssonntagen sind Bürger und Besucher ab 16 Uhr zu einem kleinen Weihnachtsmarkt auf dem Rathausvorplatz eingeladen. „Wir wollen mit dem Markt klein beginnen und sehen, was sich daraus entwickelt“, sagte Schmalle.

Bürgermeister Schmalle zieht Bilanz

Die Sanierung der Kindertagesstätte „Haus für Kinder“ sei ebenfalls vorangeschritten. Nachdem die Innenräume erneuert wurden, stand in diesem Jahr die Instandsetzung der Außenfassade auf dem Programm. Die Arbeiten sind bereits weit fortgeschritten. Danach steht die Neugestaltung des Gartenbereiches an. Dieser letzte Bauabschnitt ist für das Jahr 2020 vorgesehen. Dabei soll ein naturnaher, zu kreativem Spielen anregenden Außenbereich geschaffen werden.

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Im Hinblick auf die künftige Friedhofsgestaltung soll ein Gespräch mit Kirchenverwaltung und Pfarrer geführt werden. Es stehen Sanierungen an der Aussegnungshalle an. Fertiggestellt wurde auch ein Anbau an den Wertstoffhof. Entstanden sind eine Winterdienst- und Maschinenhalle für den Bauhof und offene Hallenbereiche für die Jagdgenossenschaft.

Eine positive Bilanz legte der Osterberger Rathauschef bei der Bürgerversammlung auch für den Gemeindewald vor. Trotz des schwierigen Marktumfelds sei die Vermarktung des Holzes gut verlaufen. Wichtig war Schmalle zu betonen, dass man beim Gemeindewald nicht draufzahlt. Der Überschuss liege in diesem Jahr bislang bei rund 110.000 Euro.

Am Blumenweg soll Tempo-30-Zone bleiben

Eines der größten Projekte ist die Sanierung der Judengasse, die sich verzögert hat und nun erst im nächsten Jahr beginnen kann. Die Ausschreibung soll noch in diesem Jahr vergeben werden. Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen stehen außerdem im Bereich der mittlerweile 30 Jahre alten Kläranlage an. Im Zuge dessen soll auch das Betriebsgebäude neugestaltet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 360.000 Euro. Im Mittelpunkt der Bürgerversammlung stand auch eine Leerstandanalyse.

Dieser zufolge gibt es in Osterberg und Weiler 55 unbebaute Grundstücke, die sich vorwiegend in privater Hand befinden, erklärte der Bürgermeister. Anfang 2020 sollen die Besitzer zur mittelfristigen Verwendung befragt werden. Schmalle meinte, dass man zuerst Baulücken im Innerortsbereich schließen sollte, bevor man Baugebiete auf der grünen Wiese vorantreibt.

Beim Blumenweg habe es Engpässe gegeben. Die Anliegerstraße ist noch nicht fertiggestellt. Der Winterdienst sei daher nur eingeschränkt möglich. Eine Spielstraße werde nicht eingerichtet. Es bleibt bei der Tempo-30-Zone, erklärte Schmalle. Die Montage der Beleuchtung soll in Kürze starten. Schmalle erklärte, dass der Maibaum auch weiterhin mit Holz-Scheren aufgestellt werden kann.

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