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19.07.2010

CSU-Senioren fordern Dienstpflicht für Mädchen

Intensive Debatten wurden bei der Landesversammlung der Senioren-Union im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm geführt. Fotos (2): grr

Neu-Ulm Fünf Resolutionen und 31 Anträge hat die Landesversammlung der Senioren-Union der CSU im Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus verabschiedet. Die Beratungen der rund 120 Delegierten verliefen derart intensiv, dass aus Zeitgründen auf den Bericht des Landesvorsitzenden Konrad Weckerle verzichtet wurde.

Die Senioren-Union, die erstmals seit ihrer offiziellen Gründung im Jahr 1999 in Neu-Ulm tagte, zählt derzeit rund 9700 Mitglieder - und will wachsen: "Wir streben an, noch im laufenden Jahr die Zehntausendermarke zu brechen", hieß es in der Versammlung. Die Chancen stehen wohl nicht so schlecht. Derzeit kommen nach Angaben der Senioren monatlich 90 bis 100 neue Mitglieder hinzu. Richard J. Brunner, der Vorsitzende des Kreisverbandes Neu-Ulm, zeichnete sechs Mitglieder mit Urkunden für zehnjährige Mitgliedschaft aus.

Fraktionschef Georg Schmid spricht über bayerische Zukunft

Der CSU-Fraktionschef im Landtag, Georg Schmid, stellte das Programm "Zukunft Bayern 2010" vor: "Die Senioren-Union leistet einen ganz wichtigen Beitrag in der politischen Landschaft des Freistaats". Man wolle künftig wieder allein die Regierung stellen. Darum sei es das Ziel der CSU, zwei fehlende Mandate zurückzuholen. Die Koalition dauere noch drei Jahre, dann "muss es aber genug sein".

CSU-Senioren fordern Dienstpflicht für Mädchen

Damit scheint er in der Senioren-Union an der richtigen Adresse. Denn sie hat sich in Neu-Ulm vorgenommen, "Solidarität in die Gesellschaft zu tragen, damit es menschenwürdig zugehen kann", erläuterte Landesvorsitzender Weckerle. Die verabschiedeten Resolutionen, die der Vorstand nun abarbeiten muss, führen als Oberbegriff das Wort "Solidarität" im Titel. Solidarisch zugehen soll es künftig im Gesundheitswesen über eine echte Reform, in der Pflege mit einer neuen Versicherung und in der Bildung mit einem noch aufzubauenden Senioren-Netzwerk.

Auf dem Gebiet der Wehrpflicht wird jede Solidarität vermisst

Jede Form von Solidarität vermisse die Senioren-Union auf dem Gebiet der Wehrpflicht. Weckerle bezeichnete es als unerträglich, dass nur 16 Prozent eines Jahrgangs tatsächlich ihren Dienst leisteten. Die Senioren-Union forderte eine Neuordnung der Dienstpflicht, die alle jungen Leute erfasse. "Auch die Mädchen", forderte Landeschef Weckerle unter dem Beifall der Versammelten.

Für diese allgemeine Dienstpflicht hält der Verband einen ganzen Katalog denkbarer Tätigkeitsfelder bereit. Neben der Bundeswehr sind darin auch Entwicklungshilfe, Naturschutz und Betreuung von Kindern, Älteren und Behinderten. Nur einen Grund für eine Befreiung ließen die Senioren gelten: "Junge Mütter, weil die über ihre Kinder ja schon ihre solidarische Leistung erbringen."

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