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Versammlung

19.03.2015

CSU will für mehr Wohnraum kämpfen

Das ist die neu gewählte Führungsspitze des CSU-Ortsverbands Illerberg/Thal. Unser Bild zeigt (von links) Thomas Roth, Angelika Böck und den Ortsvorsitzenden Bernhard Thalhofer.
Bild: Armin Schmid

Ortsverband Illerberg/Thal sieht durch fehlendes Angebot Infrastruktur gefährdet

Knapper Wohnraum und fehlende Bauplätze war ein beherrschendes Thema der CSU-Ortsversammlung in Illerberg/Thal. Um Abhilfe in die Wege zu leiten, stimmten die Mitglieder einem Antrag an die CSU-Fraktion im Stadtrat einstimmig zu. Demnach soll die Fraktion in dem Gremium beantragen, dass zeitnah geprüft wird, unter welchen Voraussetzungen im Stadtteil westlich der Witzighauser Straße und nördlich des Burghaldewegs gebaut werden kann.

Angelika Böck stellte den Antrag vor und meinte, dass die Stadtverwaltung prüfen soll, welche weiteren Flächen im Bereich Illerberg und Thal für eine Bebauung, insbesondere mit Wohnhäusern, infrage kommen und welche baurechtlichen Kriterien dafür zu beachten sind. Über den Fortgang oder das Ergebnis der Untersuchungen soll nach dem Wunsch des CSU-Ortsverbands dann in Sitzungen des Bau- und Verkehrsausschusses berichtet und beraten werden. Aus der Versammlung heraus kam die Anregung, dass auch bestehende Baulücken in die Untersuchung mit einfließen sollten.

Schon zu Beginn hatte der Ortsvorsitzende Bernhard Thalhofer seine Erfahrungen als Vorsitzender der Feuerwehr geschildert. Gut ausgebildete Mitglieder der Wehr müssen demnach wegziehen, weil sie keine Wohnung finden. Oft dauere die Suche zwei Jahre und ist am Ende doch erfolglos. Diese Wohnraumnot gibt es laut Thalhofer in Illerberg und Thal, aber auch in Vöhringen. Zudem sei es schwierig, die Jugend im Dorf zu halten. Wenn dies nicht gelänge, fehle wiederum Nachwuchs für Kindergarten und Schule. „Es herrscht einfach ein großer Mangel an Wohnraum und Bauplätzen“, meinte der Ortsvorsitzende. Von ähnlichen Erfahrungen berichtete auch der stellvertretende Ortsvorsitzende Thomas Roth: „Es rufen jeden Tag etwa zehn Leute an, die nach einer Wohnung suchen.“

Thalhofer meinte, dass gut verdienende Bürger betroffen seien. „Durch Wegzüge verliert die Stadt an Steuerkraft, Familien und Kinder“, sagte er. Langfristig sei auch der Bestand der Grundschule in Gefahr.

Der Ortsvorsitzende ging noch auf weitere Themen ein, die der CSU am Herzen liegen. So gelte es, die Versorgunglücken beim schnellen Internet zu beheben, die es in den drei Ortsteilen Illerberg, Thal und Illerzell gebe. Verbessert werden müsse auch der Schallschutz an der Autobahn. Die hohen Schallimmissionen seien auch ein Handicap bei der Ausweisung dringend benötigter Baugebiete. Die Bypass-Lösungen für die Verbesserung der Verkehrsführung an der Autobahnausfahrt seien ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Franz Clemens Brechtel fügte an, dass sich die Verkehrssituation seiner Meinung nach erst richtig entspannen wird, wenn der Autobahnzubringer für Bellenberg und Illertissen gebaut wird.

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