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Unterallgäu

11.07.2020

Corona-Infizierter besuchte Freibad im Unterallgäu

Ein Arzt nimmt in einer Hausarztpraxis mit einem Tupfer einen Abstrich für einen Coronatest.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Die Infektionszahl im Unterallgäu steigt wieder. Entwarnung kommt aus Hawangen und Markt Rettenbach. Kinder bleiben vorerst in Quarantäne.

Zwölf Unterallgäuer sind aktuell am Coronavirus erkrankt. Das meldet das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu (Stand: 11. Juli 2020). Neun Fälle stehen vermutlich in Zusammenhang mit einer privaten Feier. Betroffen ist auch ein Kind, das den Kindergarten in Hawangen besucht, und ein Kind, das in Markt Rettenbach zur Schule geht.

Laut einer Pressemitteilung hat das Gesundheitsamt zur Sicherheit umgehend alle Kinder, die die Hawanger Einrichtung besuchen sowie die Erzieherinnen getestet und isoliert. Dasselbe gilt für Schüler einer halben Schulklasse aus Markt Rettenbach. Inzwischen liegen alle 60 Testergebnisse aus dem Kindergarten und alle zehn Ergebnisse aus der Schule vor. Sie sind alle negativ. Trotzdem sind die Personen weiterhin in Quarantäne; die Kita in Hawangen bleibt geschlossen. „Der Test ist nur eine Momentaufnahme und eine Corona-Infektion könnte dennoch vorliegen und zu einer Erkrankung führen“, sagt Dr. Ludwig Walters, Leiter des Gesundheitsamts. Weitere Tests wird die Behörde gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts vornehmen.

Wie sich herausstellte, hatte eine der positiv getesteten Personen zudem am Sonntag, 5. Juli, das Freibad in Ottobeuren besucht. Direkte Kontakte hat das Gesundheitsamt nach eigenen Angaben ermittelt und getestet. „Das Risiko, dass sich weitere Personen angesteckt haben, ist sehr gering“, sagt Walters. Dennoch appelliert er an die rund 350 Besucher, die an diesem Tag in Ottobeuren baden waren, sich bei Symptomen umgehend unter Telefon 08261/995-678 zu melden. Die Inkubationszeit beträgt 14 Tage (bis 19. Juli). Weitere Kontaktpersonen werden noch ermittelt.

Ein weiterer im Unterallgäu neu aufgetretener Fall hängt nicht mit der Feier zusammen. Auch hierbei wurden die Kontaktpersonen ermittelt und teils bereits getestet. Die Ergebnisse stehen aus. Zwei weitere Erkrankte halten sich momentan nicht im Landkreis auf und hatten in der jüngsten Zeit auch keine Kontakte ins Unterallgäu. (az)

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