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19.12.2016

„Da ist ganz viel schiefgegangen“

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Der Babenhauser Lärmschutzwall westlich des Neubaugebiets Weinrieder Feld ist aus Sicht der Markträte recht groß ausgefallen.

Marktrat debattiert erneut über den Lärmschutzwall westlich des Weinrieder Felds

Ein Dauerbrenner im Babenhauser Marktgemeinderat ist die Höhe des Lärmschutzwalls westlich des Neubaugebiets Weinrieder Feld. Dieses Mal wollte Thomas Held von Planer Wilhelm Daurer wissen, ob er bei den zuständigen Fachbehörden nachgefragt habe, weshalb hier eine derartig hohe Lärmschutzwand vorgeschrieben wurde, während andernorts dies nicht erforderlich sei.

Wilhelm Daurer machte klar, dass man von unterschiedlichen Vorgaben ausgehen müsse. Während es sich in Oberschönegg durchwegs um Einzelbaugenehmigungen handle und es in Kettershausen/Bebenhausen nur einige wenige Bauparzellen seien, gehe es in Babenhausen um ein zusammenhängendes neues Baugebiet mit rund 20 Parzellen. Dabei wurde laut Daurer zudem mit unterschiedlichen Strategien vorgegangen. So habe man in Babenhausen auf passive Schallschutzmaßnahmen weitestgehend verzichtet, was aber den hohen Wall bedingt habe. Ansonsten hätten spezielle Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden oder beispielsweise (Kinder-) Schlafzimmer in die dem Lärm abgewandte Seite gelegt werden müssen.

Thomas Held nannte die Gesamtsituation, vor allem aber die Wallhöhe „paradox“. Für Martin Gleich fehlt hier vonseiten der Behörden jegliche Logik. Er sprach von einem „Witz der Geschichte“. Schließlich habe man bereits vor der Ausweisung dieses Baugebiets die Versetzung des Ortsschilds in Richtung Süden gefordert. Damit hätte man auf alle Fälle die Wallhöhe niedriger machen können.

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Vor einigen Monaten war das Ortsschild doch noch in Richtung Weinried versetzt worden, was aber nichts mehr an der Wallhöhe änderte. So wollte Alfons Müller nun wissen, was geschehen wäre, wenn das Schild bereits bei der Ausweisung des Baugebiets dort gestanden wäre. Laut Planer hätte man dann den Wall um rund 80 Zentimeter köpfen können. Angesichts der Größe des Walls hätte dies laut Müller einiges an Ersparnis eingebracht.

Martin Gleich verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass dann außerdem die Siedlungskonturen erkennbar gewesen wären, was wiederum zu einer Reduzierung der Geschwindigkeiten bei Autofahrern geführt hätte.

Letztendlich schloss sich der Babenhauser Marktrat der Einschätzung von Peter Miller an, dass hier „ganz viel schiefgegangen ist“.

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