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Stadtrat

29.10.2011

Das Abwasser wird billiger

Gebühren sinken deutlich

Illertissen Das war eine klare Sache für den Stadtrat: Er hat in seiner jüngsten Sitzung die Abwassergebühren für das Stadtgebiet deutlich gesenkt. Bisher mussten die Bürgerinnen und Bürger für reines Schmutzwasser 2,30 Euro pro Kubikmeter bezahlen, in den Jahren 2012 bis 2014 brauchen sie für die gleiche Menge nur noch 2,05 Euro an die Stadtkasse zu überweisen. Bei gemischtem Schmutz- und Regenwasser werden statt derzeit 2,80 Euro künftig 3,30 Euro fällig.

Wie Kämmerer Markus Weiß dem Gremium erläuterte, wurden die Gebühren zuletzt für die Jahre 2009 bis 20012 kalkuliert. Doch offensichtlich ließ sich einiges nicht vorhersehen: „Es ist halt immer eine Schätzung“, sagte Weiß. Im vergangenen Jahr hatte sich bereits ein Gebührenüberschuss angehäuft, heuer wird das Plus in der Kasse 430000 Euro betragen. Deshalb war es Zeit, den fälligen Obolus ein Jahr vor dem nächsten geplanten Wechsel anzupassen, so der Kämmerer. Andernfalls würde es zu starke Gebührensprünge geben, denn 2012 würde wohl ebenfalls wieder ein Plus in der Kasse bleiben – und ein solches muss an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben werden, da die Abwasserentsorgung lediglich kostendeckend arbeiten darf, nicht aber zur Füllung der Haushaltskasse dienen kann.

Als Grund für diese Entwicklung nannte Weiß einen gestiegenen Verbrauch. Waren die Abwassermengen lange rückläufig, weil die Menschen mit dem Wasser sparsamer umgingen, wurde zuletzt wieder mehr eingeleitet. Zudem konnten Kosten eingespart werden, vor allem bei der Umlage an den Abwasserzweckverband.

Tiefenbacher Anschluss fällt nicht mehr ins Gewicht

Bei der Neukalkulation geht der Kämmerer davon aus, dass die eingeleiteten Mengen wieder zurückgehen. Der langfristige Trend zum Wasser sparenden Verhalten und zum Einsatz sparsamerer Geräte dürfte ungebrochen sein. Darüber hinaus, meint er, kommt ein Teil des Mehrverbrauchs auch durch die veränderten Druckverhältnisse zustande, die sich durch die Inbetriebnahme des neuen Wasserhochbehälters bei Jedesheim ergeben haben. Das werde sich mittelfristig kompensieren.

Mit der Neukalkulation fällt auch der Anschluss des Tiefenbacher Entsorgungsnetzes nicht mehr ins Gewicht. Die Kosten, um die so hartnäckig vor Gericht gestritten worden war, wurden schließlich auf die Gebühren umgelegt. Sie waren mit drei Cent pro Kubikmeter angesetzt worden. Sowohl Bürgermeisterin Marita Kaiser als auch Kämmerer Weiß sprachen insgesamt von einer positiven Entwicklung.

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