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Gastronomie

03.03.2016

Das Ende einer Durststrecke

In der guten Stube mit Kachelofen in Matzenhofen von links Astrid Weißenrieder, Sarah Weißenrieder, Pfarrer Johann Wölfle und Kirchenpflegerin Claudia Sturm.
Bild: Regina Langhans

Seit Oktober stand die Wallfahrtsgaststätte in Matzenhofen leer. Astrid und Sarah Weißenrieder wollen die Wirtschaft nun wieder aufleben lassen – mit vielen neuen Ideen

Die Durststrecke für die Pilger in Matzenhofen ist mit dem Einzug der neuen Wirtin Astrid Weißenrieder, 47, und Tochter Sarah Weißenrieder, 23, überwunden. Nach knapp einem halben Jahr Vakanz kehrt Leben zurück in die Wallfahrtsgaststätte. Claudia Sturm als zuständige Kirchenpflegerin von Matzenhofen und Unterroth freut’s – ebenso wie Pfarrer Johann Wölfle.

Seit Oktober stand die Gaststätte leer, jetzt wird alles auf Hochglanz gebracht. Neues Geschirr kommt in die Regale und die Küche soll den Vorstellungen der neuen Chefin entsprechen, denn Astrid Weißenrieder kocht selbst. Den Service in den beiden Gasträumen übernimmt Sarah Weißenrieder, die als gelernte Hotelfachfrau in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt. Die Räume werden durch einen Kachelofen verbunden, der zurzeit betriebsbereit gemacht wird. In den zurückliegenden drei Wochen haben die Weißenrieders fleißig gewerkelt, wobei ihr Tun von Vorbeikommenden aufmerksam beobachtet werde, wie die neuen Wirtsleute erfreut bemerken. „Wann macht ihr denn auf?“, wurde schon öfter gefragt, doch auch sie selbst können es kaum noch erwarten. Am Mittwoch, 16. März, ist es so weit, wobei an den vorausgehenden Freitagen nach den Wallfahrtsgottesdiensten schon Frühstück angeboten wird.

Die Weißenrieders kommen aus einem Gastronomiebetrieb im Deggenhausertal zwischen Überlingen und Ravensburg, wo das Bewirten von Gästen eine Familientradition über drei Generationen hat. Es ist eine Touristen- und Wanderregion über eine Tälerlandschaft, und die beiden wollen Ideen, Einfälle und Rezepte von dort in dem von Wald umgebenen Matzenhofen umsetzen.

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Astrid Weißenrieder ist bekennende Blumenfreundin und schwärmt: „Bestimmt fünfmal habe ich mich schon nach dem Sonnenstand erkundet, um meinen Blumenzauber vorm Haus zu planen.“ Jetzt gelte es, einmal anfangen, sagt sie, „dann können wir Stück für Stück unsere Visionen umsetzen.“ Mutter und Tochter reiten selbst und träumen daher von Freizeitangeboten wie Ponyreiten und Kutschfahrten. Gedacht ist, eventuell einen „Schaukelweg“ anzulegen oder in Zusammenarbeit mit der Matzenhofer Schwabengilde einen „Mundartweg“ zu initiieren. Die malerische Abgeschiedenheit im Bibertal, gleich neben der Kreisstraße, kommt ihren Vorstellungen von wenigen Kilometern umfassenden Rundwegen entgegen.

Astrid Weißenrieder wollte sich aus privaten Gründen verändern und hat ihre Tochter mitgenommen, die in der Schweiz mehrfach Berufserfahrung gesammelt hat. Auf ihrer Suche sind sie in Matzenhofen hängen geblieben. Von einer Traditionsgaststätte wollen sie in die andere wechseln.

Neben der wiedereröffneten Anlaufstelle für Ausflügler können auch die Pilger wieder auf die gewohnte Bewirtung zählen. Das ist gut zu wissen in der begonnenen Fastenzeit, indem jetzt jeden Freitag eine andere Pfarrei aus der Region den Gottesdienst gestaltet – und sich über anschließendes Frühstück freut. Klar, dass dann Pfarrer Johann Wölfle wieder den Bedienungsschurz umlegt.

Mi., Do., ab 17 Uhr, Fr., Sa., So., ganztägig und nach Absprache, Telefon 07343/9298270

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