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Unterroth

23.05.2020

Das Erfolgsgeheimnis von Bianca’s Lädele in Unterroth

Bianca Pistel-Hämmerle ist es zu verdanken, dass sich der einzige Laden in Unterroth nun schon über ein Jahr halten konnte. Die Geschäftsfrau geht auf die Wünsche der Kunden ein.
Bild: Regina Langhans

Plus Bianca Pistel-Hämmerle hat vor rund einem Jahr den Dorfladen in Unterroth übernommen. So hat sich das Geschäft im Ort etabliert.

„Biancas Lädele“ in Unterroth lebt vom täglichen Bedarf – und das funktioniert, sagt Bianca Pistel-Hämmerle und lächelt dabei gewinnend. Sogar in Zeiten des ansteckenden Covid-19-Virus hat die 43-jährige Unterrotherin ihre Mitbürger mit allem Lebensnotwendigen versorgen können. Und sogar ein wenig darüber hinaus.

Als sie vor gut einem Jahr das Geschäft übernahm, schien das nicht so selbstverständlich. Zu viele Wechsel gab es in der Zeit davor in dem Laden und immer wieder standen Kunden unverhofft vor verschlossener Tür. Nun aber zieht sie eine positive Bilanz: Die Leute hätten Vertrauen gefasst, ihr Laden habe sich etabliert und sie fühle sich in der Krise nicht im Stich gelassen.

Umgekehrt verhält es sich aber ebenso. Die gelernte Einzelhandelskauffrau geht in ihrem Beruf auf, hat werktags von 6 bis 13 Uhr geöffnet und am Samstag von 6 bis 11.30 Uhr. Die restliche Zeit verbringt sie mit dem Beschaffen ihrer Waren, Herrichten ihres Ladens und der einen oder anderen Auslieferung direkt vors Haus. Auch Geschenke sind bei ihr zu haben, sei es aus der kleinen aber feinen Auswahl an Pralinen oder Likören direkt von örtlichen Herstellern oder eben auf Bestellung. Für die unkomplizierte Geschäftsfrau ist es kein Problem, auch solche Wünsche zu erfüllen.

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Gespür dafür, was das Leben auf dem Land erleichtert

Ihr Laden wird vom Paketdienst angefahren, es gibt Essen und Trinken zum Mitnehmen mit variierenden Angeboten und sogar eine Caféhausecke. Dort treffen sich Menschen zum Weißwurstfrühstück, und besonders stolz ist sie auf den Frauenstammtisch, der jeden Mittwoch zusammenkommt. Dass der Cafébetrieb wegen des Infektionsschutzes vorübergehend eine Pause einlegen musste, findet sie schade, aber verständlich.

Überhaupt beweist Pistel-Hämmerle ein Gespür dafür, was das Leben auf dem Land erleichtert oder lohnenswerter macht. So nah am Kunden und seinen Bedürfnissen ist aber auch nicht jede Geschäftsfrau. Sie hat sich inzwischen viele besondere Versorgungsquellen aufgetan, bezieht Mehl und Korn aus Bergenstetten, Honig vom Imker in Unterroth oder Brot und Gebäck aus Edelstetten. Ebenfalls vom Dorf sind Nadja Utz, die Hübsches aus Beton fertigt und im Laden feilbietet, oder Luise Walser mit künstlerisch gestalteten Gutscheinen etwa für Geschenkkörbe. Und selbstverständlich kann die freundliche Inhaberin, dem aktuellen Anlass entsprechend, selbst genähte Masken zum Verkauf anbieten. Pistel-Hämmerle freut es, wenn Einheimische dazu beitragen, um das Image ihres Ladens aufzuwerten. Allerdings, so betont sie: „Als Geschäftsfrau tagtäglich im Einsatz zu sein – das würde nicht funktionieren ohne den Rückhalt durch meinen Mann.“

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