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Kirchberg

14.05.2019

Das Kirchberger Duo Sepp und Done erobert das Internet

Der Sepp und der Done fragen sich, was im Sommer in Kirchberg los sein wird. Gerüchten zufolge werden alle am durchdrehen sein.
Bild: Daniel Häfele

Plus Der Kirchberger Musikverein wirbt auf eine besondere Art für sein Jubiläumsfest. In witzigen Videos gehen Sepp und Done der Frage nach, warum alle am Durchdrehen sind

Die beiden Kirchberger Sepp und der Done mischen in diesen Tagen die sozialen Netzwerke wie Facebook, Instagram oder YouTube auf. Tausende schauen ihnen dabei zu, wie sie in breitem Schwäbisch darüber rätseln, warum Kirchberg Mitte Juli durchdrehen wird. Die Idee dazu ist in einem Zeitraum entstanden, in dem es gerne einmal verrückt zugeht: in der Fasnet.

„So ein Einfall entsteht natürlich, wenn man das eine Bier zu viel trinkt“, scherzt Tobias Kaufmann. Er und der Vorsitzende des Kirchberger Musikvereins, Martin Büchele, haben während der Fasnet überlegt, wie das Jubiläumsfest des örtlichen Musikvereins mit Dudelsack-Gruppe gestaltet werden kann. Denn die Blasmusikkapelle feiert heuer ihr 175-jähriges Bestehen, die „1st Illertal Bag Pipers“ ihr 30-jähriges.

Danach setzten sich die beiden Männer mit dem Schlagzeuger im Musikverein, Claudius Kübler, zusammen. Er kennt sich aufgrund seines Studiums im Videobereich aus. „Er hat uns dann in die richtige Richtung gelenkt“, erinnert sich Martin Büchele. Nach und nach entstanden die Figuren Sepp und Done, die in kurzen Filmen aufs Fest neugierig machen sollen. Über Programm und Datum schweigen die Verantwortlichen, schließlich wollen sie die Ermittlungen des schwäbischen Duos nicht gefährden.

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Mit der Mistgabel im Garten

Auf verschiedenen Plattformen im Internet tauschen sich die Originale aus dem Illertal in regelmäßigen Abständen über den neuesten Tratsch im Ort aus. Und der dreht sich derzeit natürlich nur um ein Thema: das ominöse Fest. „Ich weiß was nuis“, sagt der Done mit der Pfeife in der Hand zum Sepp. Der Sepp ist gerade schwer beschäftigt, muss er doch mit der Mistgabel das Blumenbeet auflockern. Und das am Sonntagabend. „D’ Kirchberger drähet dure“, flüstert der Done über den Gartenzaun. Die Kirchberger machten ein neues, riesengroßes Fest, welches unter dem Motto „Kirchberg dräht dure“ stattfinden soll. Der Musikverein, die „1st Illertal Bag Pipers“ und eine Kirchberger Band seien mit dabei. Welche Gruppe damit genau gemeint ist, bleibt offen.

Doch wer steckt eigentlich hinter dem Sepp und dem Done? Während für die meisten Kirchberger klar sein dürfte, dass der Sepp vom Vorsitzenden des Musikvereins gespielt wird, ist beim Done Rätselraten angesagt. Auch darüber haben die Ideengeber des Formats Stillschweigen vereinbart. Genauso darüber, was in den nächsten Folgen alles passieren wird. Nur so viel: Es gibt von Video zu Video mehr Informationen zum Jubiläumsfest und Wetteinsätze, auch von Seiten des Kirchberger Bürgermeisters Jochen Stuber. Zudem soll eine selbst getextete Schwabenhymne zu hören sein.

„Das Projekt ist ziemlich zeitintensiv gewesen“, sagt Tobias Kaufmann. „Aber es hat sich offenbar gelohnt.“ Der Anfang war nicht leicht. So wollten der Sepp und der Done all das nämlich ohne Drehbuch durchziehen, was sich aber in der Realität als problematisch herausstellte. „Mehrere Stunden hat der Dreh für die zweite Folge gedauert“, berichtet Tobias Kaufmann. „Das hat unseren Kameramann zur Verzweiflung gebracht.“ Also setzten sich die Beteiligten im Vorfeld der Drehtermine zusammen, um die Dialoge zu entwickeln. Je mehr Folgen gedreht worden seien, desto leichter sei ihm die Rolle des Sepp gefallen, sagt Martin Büchele.

Die ersten beiden Videos sind bereits veröffentlicht, weitere folgen in den kommenden Wochen. „Insgesamt wurden sechs Folgen abgedreht“, erläutert Tobias Kaufmann. Da jetzt schon das Interesse enorm sei, gebe es auf jeden Fall eine zusätzliche Folge mit Pannen: „Wir hatten bereits nach dem zweiten Dreh genügend Material für eine Outtake-Folge.“

Von der Resonanz überwältigt

Derzeit überlegen die Verantwortlichen gar, ob noch weitere Sequenzen gedreht werden sollen. „Wir sind von der Resonanz überwältigt“, schildert Kaufmann. Von vielen Bürgern hätten sie positive Rückmeldungen erhalten. Auch auf Facebook ging bei einigen Nutzern der Daumen nach oben. Auf diese Weise für ein Fest die Werbetrommel zu rühren, ist selten. Das weiß Kaufmann: „Wir wollten ganz bewusst etwas anderes machen und sind glücklich, dass es so gut ankommt.“

Die Videos finden Sie unter anderem auf der Facebook-Seite des Kirchberger Musikvereins.

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