Newsticker

Bund und Länder wollen Feiern in öffentlichen Räumen auf 50 Teilnehmer beschränken
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Das Leben aller Beteiligten erleichtern

26.11.2008

Das Leben aller Beteiligten erleichtern

Buch-Ritzisried/Illertissen (lor) - Sein Aufgabenfeld liegt am Rand einer erfolgsorientierten Gesellschaft und ebenso unspektakulär verliefen die Neuwahlen des Fördervereins für Wachkoma-Patienten und Förderrat, wenngleich mit kleinen internen Verschiebungen.

Jeweils einstimmig wählten die Mitglieder im Feuerwehrhaus Ritzisried wiederum Inge Nieder zur Ersten und Johanna Bischof zur Zweiten Vorsitzenden. Hilde Eckel wurde zur Kassenwartin ernannt und Hans Faulhaber als Schriftführer. Fritz Grambihler und Christine Finkele übernahmen das Amt des Kassenprüfers. Bei sieben Befürwortern und fünf Enthaltungen setzt sich der neue Förderrat folgendermaßen zusammen: Brigitte Egger, Wilhelm Schulte, Judith Popp, Wolfgang Ostermann, Sepp Emmerz.

Der zur Unterstützung von Wachkomapatienten in Illertissen und Umgebung vor vier Jahren gegründete Verein konnte seine Mitglieder vergangenes Jahr von 317 auf 324 erhöhen und unterstützt jetzt vier Patienten, zwei Kinder und zwei Erwachsene bei Anschaffungen und Pflegeleistungen, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden. "Vergangenes Jahr war ein Ruhiges, da unsere Haupteinnahmequelle, die Tombola beim Illertisser Schaufenster, zusammen mit der Veranstaltung wegen des Marktplatzumbaus ausgefallen war", erklärt Schriftführer Willhelm Schulte. Durch Mitgliedsbeiträge und Spenden hätten sie dennoch ihre Aufgaben wahrnehmen können, die Verwaltungskosten haben 100 Euro betragen. Mit insgesamt knapp 8000 Euro hatten die vier Wachkoma-Patienten unterstützt werden können. Finanziert wurde unter anderem eine besondere Pflegekraft, Kurzzeitpflege, funktionelle Integration, Feldenkrais, Apothekenzuzahlungen, Traggestell, Reittherapie, ein Schwedenofen zur Beheizung des Krankenzimmers oder eine Fortbildung für pflegende Angehörige.

Basale Stimulation der Patienten fördern

Das Leben aller Beteiligten erleichtern

Aufgrund einer erworbenen schweren Hirnschädigung in ein Wachkoma zu fallen, könne jeden treffen und sei häufiger anzutreffen, als vermutet werde: "Die meisten Betroffenen landen im Heim, weil eine Pflege zu Hause oft nicht möglich ist", weiß Wolfgang Ostermann und versichert: "Wer Hilfe braucht, unabhängig vom Aufenthaltsort des Patienten, kann sich an uns wenden."

"Wir sind nicht da, um die Krankenkassen zu entlasten, sondern um das Leben aller Beteiligten zu erleichtern", erklärt Wilhelm Schulte unmissverständlich die Vereinsaufgaben. Bei der Fortbildung für pflegende Angehörige erfahren diese etwa, wie beim Waschen zugleich der Nahsinn, das sind Spüren und Hören, gefördert werden können, genannt "basale Stimulation". Hinsichtlich der Lagerungstechniken sei interessant zu wissen, dass Beine und Schultern eine Linie bilden sollen, in Anlehnung an die aufrechte Haltung bei Menschen. Ideelle und finanzielle Unterstützung will der Verein dabei leisten, wobei sich der Förderrat genauer um die jeweiligen Bedürfnisse kümmert.

www.foerderverein-wachkoma.de

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren