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Babenhausen

27.11.2018

Das sind die Knackpunkte beim Bauvorhaben an der Ulmer Straße

Östlich dieses Spielplatzes an der Johann-Strauß-Straße soll die neue Wohnbebauung entstehen.
Bild: Fritz Settele

Die Pläne für die beiden Mehrfamilienhäuser sorgen im Babenhauser Marktrat für Diskussion. Und das nicht zum ersten Mal.

Schon mehrmals schaffte es ein Bauvorhaben an der Ulmer Straßen auf die Tagesordnung des Babenhauser Gemeinderats. Fest steht: Der Marktrat gab grünes Licht für zwei Mehrfamilienhäuser mit je sechs Wohneinheiten auf einer eng begrenzten Fläche. Zwei Investoren wollen die Baukörper dort errichten. Nun ging es um unter anderem um die Frage, wie mit der Lärmbelästigung durch die Autos an der Ulmer Straße zu verfahren sei. Und auch bei weiteren Punkten gab es noch Diskussionsbedarf.

Bürgermeister Otto Göppel bezeichnete das vorgesehene Bauvorhaben als „nicht einfaches Verfahren“, zeigte sich aber froh darüber, dass dort eine Baulücke geschlossen werde. Nun sollte eine dritte Änderung des Bebauungsplans „ B2 – Gewerbegebiet westlich der Ulmer Straße“ geschaffen werden.

So wird die derzeit noch „grüne Wiese“ von der Ulmer Straße im Osten, dem Reichauer Bächle im Westen und im Süden und Norden durch die dort bestehende Bebauung begrenzt. Was wiederum zu zwei Knackpunkten führt: Denn an der Ulmer Straße fahren pro Tag mehr als 9000 Fahrzeuge entlang, die viel Lärm erzeugen. Das teilte der Planer Wilhelm Daurer vom gleichnamigen Planungsbüro mit. Carports könnten jedoch als Lärmschutz dienen. Laut Göppel wären auch passive Lärmschutzmaßnahmen eine Möglichkeit. Auf keinen Fall sollte eine längere Garagenwand, so Zweiter Bürgermeister Dieter Miller, entstehen. Der Planer führte an, dass einige der Bäume entlang des Grundstücks fallen müssen.

Ein weiterer Knackpunkt ist die Lage im Hochwassergebiet

Rätin Martina Gleich erkannte außerdem Probleme bei der Garagenhöhe bis fast vier Meter, „die es so nirgends gibt“. Außerdem müsse festgelegt werden, von welchem Punkt man genau messe. Rat Josef Deggendorfer schlug vor, sich auf das Niveau der Ulmer Straße zu beziehen, was gleichzeitig „Monstergaragen verhindert“. Marktrat Martin Gleich stellte fest, dass eine eventuelle Höhe von „4,60 Metern im Endeffekt“ hingegen gar nicht geht.

Planer Wilhelm Daurer wollte nicht verhehlen, dass es sich bei dem vorgesehenen Bauvorhaben um eine relativ „dichte Bebauung“ handelt, wobei die Maximalwerte aber nicht ausgeschöpft wurden.

Die Lage im Hochwassergebiet ist ein weiterer Knackpunkt beim Vorhaben. Dabei muss beachtet werden, dass der Fuggerweiher nicht als „Puffer“ hinzugerechnet wird. Daurer zufolge wäre es aber möglich, einen Stauraum von 1000 Kubikmetern am Oberlauf des Bächles zu erstellen. Zudem sei laut Daurer gesichert, dass die Gemeinde ein Zufahrtsrecht entlang des Baches habe. Außerdem sehe ein Fachgutachten eine relativ hohe Bodenschicht – und darunter Kies - in diesem Bereich. So könne das Regenwasser auf dem Grundstück problemlos versickern. Der Marktrat segnete die Bebauungsplanänderung einstimmig ab.

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