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Babenhausen/Winterrieden

07.03.2018

Den Opferstock-Dieben auf der Spur

Die Polizei sucht nach den Opferstock-Dieben von Babenhausen und Winterrieden.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Im November wurde Geld aus der Babenhauser und Winterrieder Kirche gestohlen. Nun haben die Ermittler Anhaltspunkte.

Selbst vor einem Diebstahl in einem Gotteshaus schreckten die Täter nicht zurück: Im November knackten Unbekannte Opferstöcke in den Kirchen St. Andreas in Babenhausen und St. Martin in Winterrieden auf. Nun hat die Polizei eine handfeste Spur – und die führt nach Rumänien.

Die mutmaßlichen Täter hatten nach Angaben der Polizei in den zwei Kirchen Spendenkassen für Gebetskerzen aufgebrochen und daraus Bargeld entwendet. Welche Summe an Münzen und Geldscheinen jeweils in den Kassen lag, ist nicht bekannt. Am gestrigen Mittwoch teilte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West nun mit: „Aufgrund vorgefundener Spuren konnten jetzt rumänische Staatsangehörige als Täter ermittelt werden, die sich zur Zeit vermutlich wieder in Rumänien aufhalten.“ Nähere Angaben zu den Erkenntnissen und zur weiteren Vorgehensweise der Ermittler wollte Pressesprecher Christian Städele nicht machen. Er verwies auf das laufende Verfahren und darauf, dass die mutmaßlichen Täter noch flüchtig seien.

Jedoch erklärte der Pressesprecher, wie die Polizei im Allgemeinen bei solchen Fällen vorgeht: Die Ermittler sichern demnach Spuren am Tatort. „Bei einem Opferstock ist das natürlich schwierig, weil Tausende Fingerabdrücke darauf sein könnten“, sagte Städele. Dennoch versuchen die Ermittler ihm zufolge, Fingerabdrücke zu sichern und mit einer Datenbank abzugleichen, um auf mögliche Übereinstimmungen zu stoßen. Auch DNA-Spuren könnten weiterhelfen. Außerdem seien Observierungen zu bestimmten Zeiten im Bereich der betroffenen Kirchen denkbar, um Wiederholungstäter auf frischer Tat zu ertappen. Anhaltspunkte könne es auch liefern, die Aufbruchsspuren des Opferstocks zu untersuchen – so ließe sich etwa herausfinden, welche Hebelwerkzeuge der oder die Diebe benutzten. Darauf könnten weitere Ermittlungen aufbauen.

Dass Diebe in Kirchen auf Beutezug gehen, ist keine Seltenheit in der Region. Zuletzt wurden etwa Opferstöcke im Raum Roggenburg aufgebrochen, auch in der Klosterkirche. Zivilpolizisten erwischten zwei Täter im Juli. Die Handschellen klickten. Im Dezember wurde einer der Männer, ein rumänischer Staatsangehöriger Ende 30, am Amtsgericht Memmingen zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt (wir berichteten). Und dann gibt es noch die Diebstähle, die überhaupt nicht verzeichnet sind. Die Polizei spricht hier von einem sogenannten Dunkelfeld – also Taten, die zwar begangen, aber nicht entdeckt oder angezeigt wurden.

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