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Open-Air-Fest

16.08.2011

Den Sommer eingefangen

Bombige Stimmung und laue Temperaturen herrschten auf dem von Berg, Mauern und Essensständen eingekreisten Dorfplatz bis weit in die Nacht. Da wollten auch die Jüngsten noch nichts Bett, sondern halfen mit, wie Kilian Höß und sein Freund.
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Bombige Stimmung und laue Temperaturen herrschten auf dem von Berg, Mauern und Essensständen eingekreisten Dorfplatz bis weit in die Nacht. Da wollten auch die Jüngsten noch nichts Bett, sondern halfen mit, wie Kilian Höß und sein Freund.
Bild: Foto: lor

Vier Kapellen mischen ordentlich auf. Fast 3000 Gäste

Osterberg Sonnenschein, Feierlaune und fetziges Blech, das Sommerfest der Musikkapelle Osterberg konnte kein Wölkchen trüben. Mit dem erstmals am Festplatz zelebrierten Gottesdienst und der offiziellen Freigabe der Babenhauser Straße waren es zwei gelungene Tage.

Den „Nervenkitzel davor“, wie Musikervorsitzender Rainer Diebolder sagt, habe es wieder gegeben. Schließlich geht es darum zu entscheiden, ob das Fest steigen kann oder nicht. „Drei Stunden vor Festbeginn wird je nach Wetterlage entschieden.“ Vergangenes Jahr hatten heftige Regenfälle Sonntagmittag der Fete ein jähes Ende bereitet. Diesmal waren schon Samstagabend um die 800 Gäste da und auch sonntags ging es rund.

Großen Anteil daran hatten die in ihren Stilrichtungen sehr unterschiedlichen Kapellen, allen voran die aus Waldstetten. Mit Hans Kast als Dirigent und Karin Binder als Frontfrau erlebte das Publikum temperamentvolle Musik der böhmisch-mährischen Richtung mit teils recht alten Melodien und den einen oder anderen Überraschungsschwenk Richtung Jazz oder Swing.

Bei „Oh when the Saints Polka tanzen gehn“ brach richtig Begeisterung aus, die Solisten waren für ihre Passagen längst auf die Tische gestiegen, die Zuhörer von ihren Bänken aufgestanden. „Hans Kast war 1985 bis 1995 in Osterberg Dirigent, wir wussten schon, wen wir da einladen“, erklärte Vorsitzender Diebolder lachend. Szenenwechsel, als Hans Kast, immer noch auf dem Biertisch, im Solo mit silbernen Trompetenklängen sein Publikum betörte, im Hintergrund dazu leise das Orchester. Kaum einer, der sich auf dem beleuchteten Platz solchen Stimmungen entziehen wollte.

Nicht minder abwechslungsreich der Sonntag, an dem die Weinrieder Blasmusik den Gottesdienst mit der Schubert-Messe gestaltete. Nachmittags dann die Klosterbeurer Wiesenbachmusikanten, abends die Musikkapelle Pless zum Ausklang.

Für die „Infrastruktur“ gibt es die netten Nachbarn

Vor mehr als 25 Jahren haben die Musiker von Osterberg als Veranstalter das traditionelle Sommerfest vom Schloss in die idyllische Dorfmitte verlegt, wofür eigens die Hauptstraße gesperrt wird. Dank netter Nachbarn funktioniert die Infrastruktur: Von drei Parteien gibt es Strom und Georg Schmid stellt Haus und Hof kurzerhand als Kühl- und Vorratsstätte zur Verfügung. „Musiker waren schon immer meine Freunde, ich helfe gern“, erklärt er die Tradition. Somit hat das Sommerfest familiären Charakter und zugleich Anziehungskraft auf Ausflügler und Festlesbummler. Über 2500 waren es bestimmt, auch aus Unterroth – vielleicht zur Einstimmung aufs eigene Dorffest.

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