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Illertissen

13.11.2019

Der Illertisser Marktplatz bekommt ein Sonnensegel

So oder so ähnlich könnte das Sonnensegel auf dem Marktplatz aussehen. Es stammt vom gleichen Hersteller, wie das der Confiserie Lanwehr.
Foto: Soliday/Repro: caj

Kinder sollen an heißen Tagen im Schatten planschen können. Dazu gibt es im Stadtrat verschiedene Ansichten.

An heißen Sommertagen sind die Wasserspiele auf dem Illertisser Marktplatz ein gefragter Aufenthaltsort: Kinder springen durch die Fontänen, Erwachsene sitzen am Rand auf den Bänken. In der prallen Sonne kann das trotz der gebotenen Abkühlung ein schweißtreibendes Unterfangen sein. Nun will die Stadt Abhilfe schaffen. Ein Sonnensegel soll her.

Angebracht werden soll der Schutz in der südöstlichen Ecke des Platzes, dort wo sich die Wasserspiele befinden. Die Kosten dafür belaufen sich auf eine Summe zwischen 15000 und 16000 Euro, hieß es nun in einer Sitzung des Bauausschusses. Das sei finanziell betrachtet zwar „kein größerer Akt“, aber auch „keine Peanuts“, sagte Florian Schilling, der Leiter des Hochbauamts dazu.

Deshalb sei beim Fabrikat darauf zu achten, dass es sich abnehmen und somit in den Wintermonaten einlagern lässt. Dies erhöhe die Lebensdauer des Segels. Dieses soll sich über eine Fläche von circa 6,5 mal sieben Metern erstrecken und an Masten befestigt werden. Über Sensoren soll sich der Sonnenschutz automatisch einfahren und ausklappen können, hieß es.

Als Musterbeispiel wurde in der Sitzung das Segel angeführt, das Pralinenhersteller Andreas Lanwehr über die Terrasse seines Cafés spannt. Der sei mit seinem Produkt nämlich vollauf zufrieden, sagte Bürgermeister Jürgen Eisen.

Marktplatz Illertissen: Manche nutzen Wasserfontänen für Picknick

Bei den Stadträten stieß der Sonnenschutz auf ein geteiltes Echo. So gab Helga Sonntag (ÖDP/AB/Grüne) zu bedenken, die Wasserspiele würden derart ausgiebig genutzt, dass auf dem Marktplatz „Baggersee-Atmosphäre“ herrsche. Manche Familien würden dort sogar picknicken. Das sei „nicht Sinn der Sache“ und ein Segel werde die Situation noch untermauern. Sonntag: „Die Leute sollten mit ihren Kindern lieber zum Baden an einen See gehen.“

Das sah Ansgar Batzner (Freie Wähler) anders: „Alles, was wir für die Belebung des Marktplatzes tun und was die Aufenthaltsqualität in der Stadt steigert, ist gut investiertes Geld.“

Sein Fraktionskollege Ansgar Bauer wollte das Segel „am liebsten gleich montieren“. Allerdings an einer anderen Stelle des Platzes. Er hielt eine Abgrenzung von den Parkflächen für nötig. Zudem könne das Segel dann die Bühne beim Festival „Live im Sperrbezirk“ ersetzen. Bürgermeister Eisen widersprach: „Die Leute sitzen halt da, wo das Wasser ist.“ Zudem werde überlegt, nach dem Umzug der Feuerwehr ins neue Domizil auf dem Schrannenplatz eine überdachte Bühne aufzubauen.

Wann das Segel auf dem Marktplatz angebracht wird, ist noch offen. Die nötige Summe für den Kauf soll im Haushaltsplan für das kommende Jahr eingestellt werden, hieß es. Die Montage könnte dann wohl im Frühjahr erfolgen. In den nun anstehenden kalten Wintermonaten werde das Segel ohnehin nicht benötigt. Dennoch kommt die Umsetzung der seit längerer Zeit gehegten Idee zur rechten Zeit: So kann die Stadt bei Kauf und Montage wohl auf einen sogenannten Winterrabatt des Herstellers hoffen.

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