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Oberroth

07.03.2018

Der Kindergarten in Oberroth soll erweitert werden

In Oberroth gibt es viel Nachwuchs. Der Kindergarten ist deshalb inzwischen zu klein geworden.
Bild: Claudia Bader

Das Gebäude ist zu klein für die vielen Buben und Mädchen der geburtenstarken Jahrgänge.

Im vergangenen Jahr feierten die Oberrother den 20. Geburtstag ihres Kindergartens. Doch das Gebäude ist inzwischen zu klein für die vielen Kinder. „Unsere Gruppengröße ist nicht optimal“, sagte Bürgermeister Willibold Graf. Ein Erweiterungsanbau samt Einrichtung einer Kleinkindergruppe soll Abhilfe schaffen, entschied der Gemeinderat bei seiner Sitzung. Der Anbau soll bis September 2018 fertig sein. Gleichzeitig wird eine Erhöhung der Betriebserlaubnis für den Kindergarten von 50 auf 62 Plätze beantragt.

Als Grund für die starke Belegung nannte der Bürgermeister die geburtenstarken Jahrgänge 2014 und 2016 mit jeweils 15 sowie 2015 mit 13 Geburten. Wegen der verstärkten Nachfrage könnten möglicherweise im Laufe des nächsten Jahres keine Kinder mehr aufgenommen werden. Diese Situation könne laut Graf dazu führen, dass Eltern ihren Nachwuchs ersatzweise in Einrichtungen von Nachbargemeinden unterbringen. Neben einem nicht unerheblichen Mehraufwand für die Eltern würde dies auch die Gemeinde einiges kosten.

Aufgrund der vorliegenden Anmeldungen wird der Oberrother Kindergarten im Jahr 2018/19 mit 45 Mädchen und Buben, darunter voraussichtlich acht unter drei Jahren, belegt sein. Erfahrungsgemäß sei im Laufe des Jahres mit drei bis sechs zusätzlichen Anmeldungen zu rechnen, sagte der Bürgermeister. In diese Zahl seien Schulkinderbetreuung sowie mögliche Zuzüge von Eltern mit Kindergartenkindern noch nicht eingerechnet. Seit September werden außerdem auch sieben Grundschüler im Kindergarten betreut.

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Zur Abklärung möglicher Bau- und Erweiterungsvarianten wurden in Zusammenarbeit mit der Kindergartenleitung und Ingenieur Josef Graf bereits einige Entwürfe erstellt. Diese durften die Räte und zahlreiche anwesende Mütter bei der Ratssitzung in Augenschein nehmen. Laut Vorplanungen soll der Anbau als Grenzbebauung Richtung Norden entstehen. Das ehemalige Büro der Kindergartenleitung wird als Durchgang zum Kleinkindgruppenraum umfunktioniert und im Obergeschoss neu eingerichtet. An der Ostseite des Gebäudes soll ein überdachter Bereich für Kinderwagen errichtet werden. Im westlichen Bereich wird ein separater, teilweise überdachter Spielplatz für Kleinkinder mit Zugang zum Gesamtspielplatz geschaffen.

Bürgermeister Graf und sein Stellvertreter Wolfgang Lohr haben sich zur Abklärung der Fördermöglichkeiten bereits mit der Regierung von Schwaben in Verbindung gesetzt. Zuvor hatten sie mit der stellvertretenden Leiterin des Fachbereichs Schule und Kindergarten im Landratsamt Neu-Ulm, Margot Nitschke, über das Vorhaben gesprochen. Werde das vorgeschriebene Raumprogramm eingehalten, könne mit einer Förderung von rund 50 Prozent zu rechnen sein, hieß es während der Gemeinderatssitzung. Bei geschätzten Kosten von rund 200000 Euro, könne man also mit einem Zuschuss von 100000 Euro rechnen, sagte Graf.

Laut Landratsamt können in der Oberrother Einrichtung momentan höchstens 50 Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren aufgenommen werden. Die Anzahl der Schüler dürfe zehn nicht übersteigen und eine Überbelegung von maximal zehn Prozent auf 55 Kinder sei für die Dauer eines Jahres zulässig, müsse aber dem Landratsamt gemeldet werden, sagte der Bürgermeister. Deshalb beantragt die Gemeinde eine Erhöhung der Betriebserlaubnis von 50 auf 62 Plätze.

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