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Betlinshausen

11.11.2017

Der Nauti-Bus in der Kritik

In der Pause informierten sich die Betlinshauser weiter über die finanzielle Lage ihres Ortes, Baupläne und vieles mehr.
Bild: Franziska Wolfinger

Vor allem das Thema Verkehr beschäftigt die Betlinshauser. Was in dem Ortsteil sonst noch geplant ist

Heftige Kritik hat es bei der Bürgerversammlung Betlinshausen für den Nauti-Bus gegeben. Der Bus, der von der Firma Braunmiller betrieben wird, verbindet die Ilertisser Ortsteile mit der Kernstadt. Eine Anwohnerin, die den Nahverkehr nach eigener Aussage täglich nutzt, um zur Arbeit zu gelangen, hatte gleich eine Reihe von Kritikpunkten gesammelt: In den Ferien fallen Busse aus, die eingesetzten Fahrzeuge seien nicht behindertengerecht und außerdem viel zu klein. Die Betlinshauserin schilderte einen Fall, bei dem eine dreiköpfige Familie an der Haltestelle zurückbleiben musste, weil schlicht kein Platz mehr in dem Fahrzeug war. Für Gehbehinderte sei es fast unmöglich, in die Busse einzusteigen, weil sie so eng seien. Auch über das Verhalten eines Busfahrers beschwerte die Anwohnerin sich. Der Mann mache Brotzeit, während er am Steuer sitzt. Sie bat Bürgermeister Jürgen Eisen, „dem Busunternehmen mal auf die Finger zu klopfen.“

Ein Bürger klagte über den Radweg zwischen Betlinshausen und Illertissen, genauer genommen über die Stelle kurz vor der Ortseinfahrt nach Illertissen, an dem eine große Straße überquert werden müsse. Sein Vorschlag: Das Ortschild um ein paar Meter zu verschieben, sodass an der Stelle Tempo 50 gilt. Das sei eine Idee, die er gern umsetzen würde, sagte Bürgermeister Eisen. Allerdings sei die Stadt nicht für die Ortsschilder zuständig, entsprechende Anträge beim Landratsamt seien in der Vergangenheit immer abgelehnt worden. Eisen forderte die Autofahrer aber zu mehr Rücksichtnahme auf. Von einem Bürger kam der Hinweis, dass der Radweg seit Kurzem beschädigt sei. Laut Eisen weiß die Stadt schon Bescheid, das Problem werde bald gelöst.

Auch der Zugverkehr am Illertisser Bahnhof war Thema in Betlinshausen. Ein Bürger, der sich eine engere Taktung der Züge Richtung Memmingen und Ulm wünscht, sagte, er wolle wissen, was da nun in Zukunft geschehe. „München, Würzburg, Augsburg – überall wird ausgebaut, nur hier passiert nichts“, klagte der Mann. Eisen zeigte durchaus Verständnis für den Wunsch nach einer besseren Zuganbindung, doch falle das nicht in den Zuständigkeitsbereich der Stadt. Er sagte weiter, dass die Anbindung in Illertissen schon relativ gut sei. Das einzige, das sie noch besser machen könnte, sei der zweigleisige Ausbau der Strecke durch das Illertal: „Aber das ist ein dickes Brett, das noch gebohrt werden muss.“

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Bevor die rund 40 Bürger, die zur Versammlung gekommen waren, Gelegenheit hatten, ihre Beschwerden und Anregungen loszuwerden, informierte Eisen darüber, was im vergangenen Jahr von städtischer Sicht in Betlinshausen passiert ist und was für die kommende Zeit geplant ist. So wurde der Friedhof umgestaltet. Es gibt nun zwei Urnenwände mit Platz für jeweils zehn Urnen. Manche Bürger kritisierten, dass die Wände in einigem Abstand zueinander aufgestellt wurden. Dort soll laut Stadtverwaltung noch eine dritte Wand platziert werden, wenn der Bedarf da ist. Auf dem neu gestalteten Friedhof besteht nun auch die Möglichkeit, Urnen unter Bäumen zu bestatten. Derzeit bekommt die Aussegnungshalle einen neuen Anstrich und vier neue Sitzbänke wurden aufgestellt. Auch der Kindergarten Sonnenschein wurde gestrichen.

Am Baugebiet Betlinshausen-Süd stehen letzte Arbeiten an: Im Frühjahr werden die Versickerungsmulden fertiggestellt und bepflanzt. Der Spielplatz soll den Kindern, wenn alles nach Plan läuft, ab dem kommenden Frühjahr zur Verfügung stehen. Vom neuen Gewerbegebiet an der Aumühle sind bereits fast alle Grundstücke vergeben, erste Firmen haben schon mit den Baumaßnahmen begonnen, sagte Eisen.

Betlinshausen soll im kommenden Jahr mit zusätzlichen Leitungen an die Wasserversorgung der Kernstadt angeschlossen werden. Diese Maßnahme soll den Druck in den Versorgungsleitungen und der Löschwasserversorgung erhöhen. Im ersten Bauabschnitt ist eine Verbindung zwischen der Illertisser Mozartstraße und der Betlinshauser Friedrich-Silcher-Straße geplant.

Auch in Sachen Bahnübergang Aumühle habe sich endlich etwas getan, sagte der Bürgermeister. Seit Jahren habe sich die Stadt um einen Ausbau bemüht, um die Stelle für Radfahrer und Fußgänger sicherer zu machen. Nun gebe es die Zusage der Bahn, dass die Maßnahme für 2018 oder 2019 geplant sei. Eisen sagte weiter: „Mit der Bahn ist es ja immer schwierig. Hoffen wir, dass der Ausbau bald erfolgt.“

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