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Illertissen

09.02.2015

Der „Pfiffibus“ nimmt nur langsam Fahrt auf

Zur Abfahrt bereit: Busfahrer Walter Arbinger vom Busunternehmen Braunmiller in Illertissen steuert den „Pfiffibus“ unter der Woche und am Wochenende Richtung Altenstadt, Vöhringen oder Osterberg. Wer den Rufbus nutzen möchte, kann das zumindest ab dem Illertisser Bahnhof ohne vorherige Buchung.

Seit zwei Monaten fährt der Rufbus Fahrgäste per Anruf oder Mausklick an ihr Ziel. Damit das Angebot in der Region besser angenommen wird, wollen Busunternehmer nun werben

„Viele Fahrgäste wissen noch nicht, was es mit dem Pfiffibus überhaupt auf sich hat“, sagt etwa Dieter Miller vom Busunternehmen Miller in Babenhausen. Mit seinen Pfiffibus-Linien fährt Miller vor allem die Gemeinden rund um die Verwaltungsgemeinschaft Buch ab. Jeden Abend ab 19 Uhr, vereinzelt tagsüber und am Wochenende steht dafür ein Kleinbus am Illertisser Bahnhof bereit und bringt die Fahrgäste in die verschiedenen Ortschaften – etwa nach Rennertshofen, Osterberg oder nach Weißenhorn. Zusätzlich, und das ist das Besondere am Pfiffibus, können Fahrten per Anruf oder über das Internet gebucht werden.

Vorbild für den Pfiffibus in der Region ist das gleichnamige System in und rund um Weißenhorn. Dort ist der Rufbus bereits seit Dezember 2013 im Einsatz – „und das mit Erfolg“, wie Thomas Mügge, Geschäftsführer der Donau-Iller-Nahverkehrsgesellschaft (Ding), sagt. Rund 20000 Fahrgäste zählte Ding bis Dezember 2014 im Pfiffibus I – das heißt auf den Strecken nach Beuren, Roggenburg oder Wallenhausen. „Aus diesem Grund haben wir das Angebot auch erweitert“, erklärt Mügge.

Seit 17. Dezember bedient der Pfiffibus II, wie Mügge ihn nennt, also auch den südlichen Landkreis. Das Einsatzgebiet wurde dementsprechend nicht nur um Pfaffenhofen und Vöhringen im Norden, sondern auch um Altenstadt, Kellmünz, Buch und Osterberg, sowie deren umliegende Gemeinden, im Süden ergänzt.

Genutzt werde das neue Angebot im südlichen Landkreis bislang aber vor allem von Jugendlichen, die abends und am Wochenende von Illertissen aus zurück aufs Dorf wollen. „Vor allem Schüler hatten das neue System schnell raus“, sagt Busunternehmer Miller. Bei älteren Fahrgästen wiederum sei die Bereitschaft, ein neues Angebot anzunehmen, noch nicht so groß. Zwar finde der „Pfiffibus“ von Woche zu Woche mehr Interesse – so richtig in den Köpfen verankert, sei das Angebot aber noch nicht. „Was aber auch an einer mangelnden Bewerbung liegt.“

Dass der Pfiffibus in der Region bislang zu wenig beworben, und vor allem auch erklärt wurde, findet auch Klaus Braunmiller, Inhaber des Busunternehmens Braunmiller in Illertissen. „Bei vielen Leuten ist noch Informationsbedarf da“, sagt er. Viele Fahrgäste seien demnach eher überrascht, wenn sie einen Pfiffibus am Illertisser Bahnhof stehen sehen. „Sie fragen nach, wie das System denn funktioniert.“

Anders als bei Miller aus Babenhausen fahren Braunmillers Pfiffibusse zumindest unter der Woche nicht tagsüber, sondern nur abends und am Wochenende – in Richtung Vöhringen, Osterberg und Altenstadt. Auch wenn das Angebot in den ersten Monaten eher zögerlich angelaufen ist: „Insgesamt sind wir zufrieden“, sagt Braunmiller.

„Das Angebot an sich ist sehr gut. Viele Fahrgäste, die den Pfiffibus nutzen, sind schon jetzt begeistert“, sagt auch Busunternehmer Miller. Eine gewisse Anlaufzeit, bis ein neues Rufsystem richtig angenommen werde, sei völlig normal. Um die Aufmerksamkeit für den Pfiffibus im südlichen Landkreis zu steigern, will das Unternehmen in den Gemeinden nun Fahrpläne verteilen. Miller ist sich sicher: Wenn die Bewerbung erst einmal stimmt, nimmt der Pfiffibus auch in der Region so richtig Fahrt auf.

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