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Bellenberg

16.02.2020

Der Staatssekretär könnte in Kassenbons schwimmen

Klaus Holetschek (CSU) will die Partei in Bellenberg im Wahlkampf unterstützen.
Bild: Franziska Wolfinger

Auf einen Kaffee mit Klaus Holetschek hieß es am Freitagnachmittag in Bellenberg. Der neue Staatsekretär im Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr kam zur Bürgersprechstunde.

Die Bonpflicht? Die ärgert viele - und auch der Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek hat bei seinem Auftritt in Bellenberg etwas darüber zu erzählen. Eingeladen hatten ihn die örtlichen Christsozialen noch in seiner Funktion als Bürgerbeauftragter der Staatsregierung, bevor bekannt war, dass der Vertreter des Stimmkreises Memmingen den Posten des Staatssekretärs im Verkehrsministerium übernimmt. Weil so ein neuer Job einige neue Aufgaben mit sich bringt, sei es zwischenzeitlich nicht sicher gewesen, ob er den Wahlkampftermin wahrnehmen könne - doch solche Zusagen zu halten, sei ihm nach wie vor wichtig, versicherte Holetschek gleich zu Beginn seiner Ansprache im Café Bellissimo, zu dem einige CSU-Mitglieder und Kandidaten sowie manche Bürger gekommen waren.

Bürger sollen im Mittelpunkt stehen

In seiner Rede stellte Holetschek dann auch die Bürger in den Mittelpunkt, genauer die Kommunikation zwischen der Politik und den Wählern. Für die hat der CSU-Politiker Punkte formuliert, die zu deren Gelingen beitragen. Unter anderem gehört dazu Transparenz: Wer eine Anfrage an ein Amt stellt, sollte wissen, ob, wann und wie diese bearbeitet wird. "Auch wenn die Antwort nicht sofort kommt, ist es doch schon beruhigend zu wissen, dass mein Anliegen sich nicht verloren hat", so Holetschek. Auch Werte wie einander ernst zu nehmen, Ebenbürtigkeit, Respekt und höfliche Umgangsformen seien wichtig - und zwar in beide Richtungen. Holetschek spielt damit auf das zunehmend raue Klima an, das auch vielen Lokalpolitikern entgegen schlägt. Sein Respekt gilt demzufolge allen, die sich am 15. März für ein kommunales Amt zur Wahl stellen.

Lob für das digitale Bürgerzentrum

Wichtig ist Holetschek auch die Digitalisierung, zumindest wo sie Sinn macht. Wer Dinge online erledigen will, soll dies tun können. Wer den Gang zur Behörde bevorzugt, soll aber ebenfalls die Möglichkeit dazu haben. Lob gab es in diesem Zusammenhang von dem Landtagsabgeordneten für die sogenannten digitalen Bürger- und Begegnungszentren, die der Landkreis in Illertissen und Neu-Ulm schaffen will.

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Holetschek unterhält die Besucher in Bellenberg auch mit Erzählungen aus seinem Arbeitsalltag, etwa zum Aufregerthema "Bonpflicht". Die greift seit Anfang des Jahres und wurde von Kunden wie Gewerbetreibenden gleichermaßen kritisiert. "Die Bäcker aus Schwaben haben mir unlängst ihre Bons übergeben. Ich hätte drin schwimmen können", so Holetschek. Auch Deregulierung gehört zu den Themen, die er weiter angehen will.

Schwierigkeiten mit dem Rentenantrag

Nach der Ansprache entfällt die bei solchen Terminen übliche Fragerunde. Stattdessen setzt sich Holetschek - gemäß dem Motto des Tages: "Auf einen Kaffee mit..." - zu den Besuchern an die Tische. Wer sein Anliegen in der großen Runde vielleicht nicht vorbringen mochte, hat nun die Gelegenheit dazu. Und die wird genutzt. Während eine Frau von ihrer Arbeit in der Generationenhilfe berichtet, erzählt ein anderer von den Schwierigkeiten mit dem Rentenantrag. Holetschek notiert sich die die Kontaktdaten. Auch so spezifischen Fällen will er nachgehen lassen, wenn er auch keinen Erfolg versprechen kann.

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