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Städtepartnerschaft 2

29.08.2014

Der Weg der Freundschaft

Bei ihrem ersten Zusammentreffen schnürten die Bürgermeister der Partnerstädte Illertissen und Elbogen, Zdenek Bednarc und Jürgen Eisen, die Stiefel für die fünfte Goethewanderung beider Freundeskreise. Unser Bild zeigt: (von links) die Freundeskreisvorsitzenden Karl-Heinz Brunner und Jana Motlikova, Illertissens Bürgermeister Jürgen Eisen (im Hintergrund), Elbogens Bürgermeister Zdenek Bednarc und Franz Müntzenrieder, Vorsitzender des Partnerschaftkomitees.
Bild: Carmen Brossette

Premiere für den Illertisser Bürgermeister

Freundschaft ist die Blüte des Augenblicks und die Frucht der Zeit. Dieses Zitat des Schriftstellers und Dramatikers August von Kotzebue, drängt sich im Rückblick auf die fünfte Goethewanderung der Freundeskreise aus dem schwäbischen Illertissen und dem westböhmischen Elbogen/Loket förmlich auf, wenngleich von Kotzebue und Johann Wolfgang von Goethe in ihrer gemeinsamen Weimarer Zeit nicht das beste Verhältnis zueinander hatten. Nicht so die Bürger der beiden Partnerstädte, die vor 15 Jahren am 19. September 1999 nach der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages diese aus den historischen Umbrüchen erwachsenen Herausforderungen angenommen haben. Was damals eine Blüte des Augenblicks war, wurde längst durch viele Begegnungen eine reife Frucht.

Auch die Wanderungen der Freundeskreise beider Partnerstädte auf Goethes bevorzugten Pfaden waren kleine, positive Schritte auf dem Weg zur Freundschaft. Vor allem unter der Regie von Josef Kränzle, aber auch von Josef Fackler und Franz Münzenrieder wurde das Ost-West-Miteinander mit Leben erfüllt. Deshalb wird die Partnerschaft zwischen Illertissen und Elbogen bis hinauf in hohe politische Ebenen als modellhaft beschrieben.

Bei der fünften Wanderung kamen sage und schreibe 100 Teilnehmer zusammen, 32 davon aus Schwaben. Das zeigt, dass es bei dieser Ein-Tages-Tour um mehr geht, als nur um eine simple Wanderung. Es geht um das Miteinander.

Diesmal schnürte die festen Schuhe auch Illertissens neuer Bürgermeister Jürgen Eisen, der sich als Urlauber mit seiner Ehefrau nicht nur als „Goethe-Wanderer“ begeisterte. Er nahm zudem als Stadtoberhaupt in Gesprächen mit seinem tschechischen Amtskollegen Zdenek Bednarc und mit so manchen mitwandernden Elbogenern seinen ersten offiziellen Besuch in der westböhmischen Partnerstadt mit Ernst und Verantwortungsbewusstsein wahr. Es war wieder einmal ein Treffen nach dem Geschmack aller Teilnehmer: hier die böhmischen Knödel, da die schwäbischen Spätzle. Beide passen wunderbar zusammen auf einen Teller.

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