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10.08.2007

Der ganze Stolz des kleinen Stolzenhofen

Kirchhaslach-Stolzenhofen Mit seinem auf schrägen Balkenköpfen vorkragenden Dach, den Rundbogenfenstern, sowie dem gestaffelten Westgiebel mit Glockenturm und rundbogiger Eingangstür bildet die auf einer kleinen Anhöhe gelegene Kapelle St. Philomena den schmucken Mittelpunkt des Kirchhaslacher Ortsteils Stolzenhofen. Nach umfassender Renovierung erstrahlt das Kirchlein sowohl außen als auch innen in neuem Glanz.

Beim Betreten der Kapelle fällt der Blick gleich auf den aus dem Jahr 1899 stammenden, in Holz gefassten Altar, in dessen Stichbogennische die heiligen Philomena zwischen Maria und Josef einen würdigen Platz einnimmt. Neben Kreuzweg-Bildern fallen dem Kirchenbesucher ein an der Südwand angebrachtes, aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammendes Holzkreuz, sowie an der Nordwand ein um 1800 entstandenes Vortragekruzifix und eine schöne Statue des heiligen Sebastian aus dem 17. Jahrhundert ins Auge. Die Darstellung von Maria und den zwölf Aposteln wurde im Jahr 1850 gestiftet.

Nachdem die Bürger von Stolzenhofen 1980 in Eigenregie das Dach neu gedeckt, sowie dem Kirchlein neue Fenster und einen frischen Farbanstrich gegeben haben und diese Maßnahme mit Spenden finanziert haben, stand heuer die von einem Beterkreis angeregte Altarrenovierung an. Im Zuge der Vergabe dieser Maßnahme an Restaurator Peter Mayer aus Mindelheim habe man die Philomena-Kapelle einer Grundsanierung unterzogen, informiert Kirchhaslachs Bürgermeister Johann Bertele.

Neben einem neuen Sockelputz und einem frischen Außenanstrich wurden die Innenschale, sowie die Kirchenbänke frisch gestrichen. Aber auch die Figuren und der Altarschmuck habe man einer Restauration unterzogen. Die Gesamtkosten für die im Auftrag der Gemeinde Kirchhaslach ausgeführten Maßnahmen beziffert Bertele auf rund 20 000 Euro. Während eine auswärtige Familie 4 500 Euro, sowie die Einwohnerschaft insgesamt 8 000 Euro gespendet hätten, habe die katholische Kirchenstiftung Maria Himmelfahrt Kirchhaslach 1 000 Euro beigesteuert. Außerdem seien Sachspenden - beispielsweise Altartuch, Fahne und Eingangstür - eingegangen.

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