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Dettingen

08.10.2018

Der größte Kartoffelpuffer der Welt kommt aus Dettingen

Vor zweieinhalb Jahren, am 8. Mai 2016, haben die Feuerwehrleute in Dettingen den weltgrößten Kartoffelpuffer gebacken.
Bild: Johann Willburger/sz (Archiv)

Den Dettinger Feuerwehrleuten ist mit ihrem Kartoffelpuffer ein Weltrekord gelungen. Jetzt bekommen sie die Urkunde für ihre kulinarische Kreation.

Sie haben den größten Kartoffelpuffer der Welt gebacken – das haben die Dettinger Feuerwehrleute nun schwarz auf weiß: Bürgermeister Alois Ruf überreichte den Kameraden eine Urkunde von Guinness World Records. „Nach zwei Jahren intensiven Nachweisens halten wir endlich die Urkunde in den Händen“, freute sich Kommandant Leo Steinhauser.

Vor fast zweieinhalb Jahren, am 8.Mai 2016, hatte sich die Feuerwehr anlässlich des Dettinger Dorffests an den Weltrekordversuch gewagt. Aus 50 Kilogramm Kartoffeln, 3,6 Kilogramm Kartoffelmehl, 90 Eiern, 550 Gramm Salz und 50 Gramm Muskat sollte der weltgrößte Kartoffelpuffer hergestellt werden – und es gelang. Selbst den schwierigsten Part, das Wenden des Puffers, meisterten die Feuerwehrmänner. Die Schiedsrichter, der damalige stellvertretende Bürgermeister Herrmann Veit und der Erolzheimer Kommandant Michael Guter, dokumentierten genau, wie der Kartoffelpuffer mit einem Durchmesser von 2,45 Metern und einer Fläche von 4,6 Quadratmetern entstanden war. Denn die Regeln bei einem Rekordversuch sind streng.

Weltrekord aus Dettingen: Kartoffelpuffer war fast vier Kilogramm schwer

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„Insgesamt mussten wir 40 Seiten an Nachweisen erbringen“, schätzt Steinhauser. Schiedsrichter sowie Zeugen mussten den Rekord bekunden; ein Motivationsschreiben war genauso gefordert wie ein Nachweis über die Einhaltung der Lebensmittelhygiene-Standards. Dies sind nur ein paar Beispiele dafür, was es im Nachhinein für die Feuerwehrleute an Papierkram zu bearbeiten gab. Anfang des Jahres trudelte die Urkunde ein. „Wir hätten nicht gedacht, dass es so lange dauert“, sagt Steinhauser. Über das Eintreffen wussten nur wenige bei der Wehr Bescheid, sollte die Übergabe doch eine Überraschung werden. „Wir wollten einen passenden Zeitpunkt abwarten“, sagt der Kommandant. Dieser war nun gekommen, als die Wehr einen Fototermin wegen ihrer neuen Uniform hatte. Nach einem Film, der die Höhepunkte des Rekordversuchs zeigte, überreichte Bürgermeister Ruf die Urkunde an die ausführende Mannschaft unter Federführung des ehemaligen Kommandanten Stefan Redle. „Die Freude bei den Kameraden war riesig“, so Steinhauser.

In seiner Laudatio schildert er die Stationen von der anfänglichen Idee über das Schweißen der Wanne bis hin zum Rekordversuch selbst. Dieser habe die Kameraden noch enger zusammengebracht, wovon die Wehr noch heute zehre. Wo die Urkunde im Feuerwehrhaus hängen soll, ist noch nicht klar. Aber es soll auf jeden Fall ein prominenter Platz werden: „Die Urkunde wird uns auch immer an Schiedsrichter Herrmann Veit erinnern, der leider verstorben ist.“

Das nächste größere Projekt der Feuerwehr befindet sich derzeit in der Vorbereitung. „Wir wollen am ersten Advent eine Typisierungsaktion starten“, kündigt Leo Steinhauser an. Damit möchte die Wehr die Deutsche Knochenmarkspenderdatei dabei unterstützen, weitere potenzielle Stammzellenspender zu finden. Der Kommandant hofft, dass dem Aufruf viele Menschen folgen und am 2. Dezember zwischen 11 und 16 Uhr ins Feuerwehrhaus strömen. (dh, sz)

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