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28.03.2009

Der große Altenstadter Wunschzettel

Wunschzettel gibt es viele. Kleine Kinder schicken ihn ans Christkind, Kommunen wollen sich zurzeit ihre Wünsche vom Konjunkturpaket erfüllen lassen. Doch es gibt auch Wünsche, die Bürger an ihre Bürgermeister haben. Wir haben uns in den Städten und Gemeinden der Region umgehört. In loser Folge lassen wir Menschen zu Wort kommen, mit ihren kleinen und manchmal auch größeren Wünschen. Die Serie beginnt mit Altenstadt.

Altenstadt Während ihre Kleinen im Keller des Pfarrheims herumturnen, haben sich die Mütter der Altenstadter Krabbelgruppe Gedanken gemacht. Darüber, was sie sich für ihre Kinder wünschen und darüber, was ihnen als Altenstadterinnen das Leben erleichtern würde.

Stefanie Schmidberger weiß es: ein Fußgängerübergang an der Memminger Straße. Mit zwei Kindern, sagt sie, ist es durchaus schwierig, ungehindert an die Supermärkte zu kommen.

Nicole Rudolfs Wunsch ist da schon größer: eine neue Sporthalle. Denn die TSV-Halle sei eine "Gefahrenstelle für die Kinder", sagt sie. Und die Schulturnhalle ist oft belegt: "Kinderturnen wird stiefmütterlich behandelt." In ihren Augen hat das gemeinsame Turnen in jungen Jahren positive Auswirkungen auf die weiteren Jahre: "Das gibt später eine tolle Gemeinschaft in der Gemeinde." In Sachen Gemeinschaft hat sie gleich noch einen anderen Vorschlag: ein schönes Straßenfest im Sommer vielleicht oder einen schöneren Weihnachtsmarkt. Ein großer Dorn im Auge ist ihr auch der Spielplatz an der Kaulastraße. Viele Flaschen liegen dort herum, weil sich abends oft Jugendliche auf dem Platz treffen. Ihr Vorschlag: drumherum ein Zaun, und ab 19 Uhr zusperren. "Mit Zaun könnten wir auch unsere Kinder besser rumlaufen lassen", sagen die Mütter.

Der große Altenstadter Wunschzettel

Renate Schulz denkt schon daran, wenn die Kinder einmal größer sind: "Hier in Altenstadt gibt es nichts, wo Jugendliche am Wochenende hingehen können." Der Jugendtreff im Pfarrheim sei zwar eine gute Sache, aber die Öffnungszeiten reichen bei Weitem nicht aus.

Sorgen bereitet Andrea Kauffmann das neue Feuerwehrhaus. Gleich neben der Schule, ohne ausreichend Parkplätze für die Rettungskräfte. Und dann, im Notfall, rasen die Autos direkt an der Schule vorbei. "Das ist verantwortungslos", sagt die Mutter. In ihren Augen wäre es sinnvoller gewesen, das Feuerwehrgerätehaus näher an der Autobahn zu bauen. Sie appelliert daher: "Die Betroffenen sollten vorher immer befragt werden."

Zu schnelle Autos machen auch Annalena Engels zu schaffen. Die junge Mutter wohnt am Grenzweg und wünscht sich eines: Eine Tempo-30-Zone, noch lieber sogar eine Spielstraße. Auch eine Indoor-Spielhalle, wie es sie in Ulm gibt, würde ihrer zweieinhalbjährigen Tochter Leonie gefallen, glaubt sie.

Pfarrer Martin Jung ist die Jugendarbeit, die die Kirche und die Gemeinde zusammen organisieren, ein besonderes Anliegen: "Ich hoffe, dass diese Kooperation auch in den kommenden Jahren Frucht trägt." In Sachen Kinderbetreuung wünscht er sich "familienfreundliche Lösungen": "Ich wünsche mir, dass zügig etwas aufgebaut wird." Besonders freuen würde er sich über mehr Platz für Veranstaltungen: "Wenn man kulturell mehr bieten will, dann braucht man eine größere Halle." Dann hat der Geistliche auch noch einen ganz persönlichen Wunsch: "Es wäre schön, wenn's vielleicht ein Kino geben würde."

Die Einkaufsmöglichkeiten sind begrenzt, sagt Winfried Herrmann aus Untereichen. Ihn stört das aber wenig: "Mit Lebensmitteln sind wir ja versorgt." Ein besonderes Anliegen an die Gemeinde hat der Hobbykünstler deshalb nicht: "Ich bin wunschlos glücklich."

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