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02.07.2010

Dicke Luft in der Gemeinde

Kettershausen Dicke Luft herrschte in der Gemeideratssitzung in Kettershausen nicht nur aufgrund der heißen Temperaturen und der vielen Zuhörer, die erschienen waren. Schließlich ging es um zwei heiße Themen: DSL und die Entwässerungssatzung. So war ein Rederecht, das der Gemeinderat einem Bürger normal über einen Mehrheitsbeschluss erteilen muss (siehe Infokasten), kein Thema mehr. Jeder platzte heraus, was er zu sagen hatte.

Zwischenkommentare wie: "Wir machen uns zum Gespött im ganzen Landkreis" führten etwa zu einer Diskussion um die Rolle der Medien. Bürgermeister Josef Höld sah den Grund für das schlechte Image in der Berichterstattung der Zeitung. Aus dem Publikum gab es außerdem Verhaltenstipps an die Gemeinderäte. Ein Bürger appellierte etwa, auch wenn eine Gemeinderatsentscheidung knapp ausfalle, müssen trotzdem alle Mitglieder diese mittragen. Bei der Diskussion um die Entwässerungssatzung kochte bei manchen die Wut über.

Bürgermeister Josef Höld etwa war empört über den Leserbrief von Anton Weikmann, der jüngst in unserer Zeitung erschien: "So sehe ich erst recht keine Basis für ein Gespräch."

Und Hubert Müller wollte von den Klägern wissen, was sie persönlich davon hätten, wenn sie die Gemeinde verklagen. Weikmann erklärte: "Mich stört es, dass geliehenes Geld nicht abgerechnet wird." Zudem habe der Bürgermeister eine entsprechende Nachfrage bei einer Bürgerversammlung einfach ignoriert.

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Ein weiterer Bürger klagte, bei ihm laufe Wasser in den Keller, deshalb habe er den jüngsten Bescheid nicht mehr gezahlt. Er habe sich nämlich mit seinem Problem an die Gemeinde gewandt und sei einfach ignoriert worden.

Bürgermeister Höld ging mit den Klägern hart ins Gericht: "Herr Weikmann, ich hatte einmal Respekt vor ihnen!" Weikmann fühlte sich hingegen ungerecht behandelt, weil Höld ihn beschuldigt hätte, ihm anonyme Drohungen geschrieben zu haben und mehr. Er merkte außerdem an, es sei doch etwas seltsam, dass Höld seinen Rücktritt verkündete, just nachdem der Anwalt Akteneinsicht genommen hatte. Dazu sagte der Bürgermeister: "Diese Diskussion geht an die Nerven und ich bin froh, dass ich jetzt aufhören kann." (evb)

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