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Kellmünz

11.08.2020

Die Bundeswehr unterhält junge Kellmünzer in den Sommerferien

Einer der Höhepunkte beim Ferienprogramm in Kellmünz: Das Landen und Starten eines großen Bundeswehr-Transporthubschraubers live zu erleben.
Bild: Zita Schmid

Plus Soldaten und Kinder verbringen zwei erlebnisreiche Tage in Kellmünz. Es ist Zeichen einer Patenschaft, die 2020 einen runden Geburtstag feiert.

Von den alten Römern bis hin zur modernen Wasserversorgung, vom Bogenschießen bis zur Schatzsuche: Die Kellmünzer Patenkompanie aus der Wilhelmsburgkaserne Ulm hat wieder ein Ferienprogramm für die Kinder aus der Gemeinde organisiert. Den 17 Buben und Mädchen boten sie mit interessanten Aktionen zwei erlebnisreiche Tage.

Vorsichtig hantieren gerade Simon, Lisa, Julian, Marius und Michi mit einem Hammer an einer Gipsform. Nach und nach bröckelt der Gips ab. Schließlich kommt der versteckte „Schatz“ hervor und die Kinder können sich über ein kleines Spielzeug freuen. Diese Schatzsuche, die die Soldaten für die Buben und Mädchen vorbereitet hatten, schloss sich an die Station im Archäologischen Park an. Dort hatte Sabine Moser, Museumspädagogin im Landkreis Neu-Ulm, den Kindern zuvor erklärt, dass vor über 100 Jahren hier ein historischer Schatz geborgen wurde, nämlich die Überreste des einstigen römischen Kastells Caelius Mons. Schild, Schwert und lederne Sandalen hatte sie auch als Nachbildung mitgebracht, alles wurde von den Kindern interessiert begutachtet.

Von der Patenkompanie waren bei der Ferienaktion insgesamt 20 Soldaten im Einsatz. „Wegen Corona wurde zunächst nachgedacht, das Ferienprogramm nicht zu machen“, berichtete der Organisator des Ferienprogramms Oberfeldwebel Martin Scholz. Doch dann sollte es dennoch stattfinden. Wenn auch ohne die sonst übliche Übernachtung und unter den Auflagen eines von ihm erarbeiteten Hygienekonzeptes. Das von ihm zusammengestellte Ferienprogramm fand dann tatkräftige Unterstützter bei Vereinen, beim Dorfladen und auch der Gemeinde, die als Träger fungierte. Ausgehend von der Grundschule, wo der Verpflegungspunkt eingerichtet war, ein Feuerwehrauto zum Anschauen stand, Spiele aufgebaut waren, neben Highlights wie das Landen und Starten eines großen Transporthubschraubers beobachten zu können, gab es insgesamt sechs Stationen für die Buben und Mädchen. So konnte man bei der Ferienaktion öfters Soldaten sehen, die mit ihren kleinen Gruppen im Dorf unterwegs waren.

Der Kellmünzer Bürgermeister serviert eine kühle Erfrischung

„Zweimal habe ich ins Schwarze getroffen“, freut sich ein Bub, der gerade vom Bogenschießen beim Schützenheim kommt. Die Gruppe vom Archäologischen Park mit ihrem Betreuer, dem Stabsunteroffizier Daniel Roth, macht sich derweilen auf den Weg zur Wasserreserve. Von der Ortsmitte bis hinauf zum Waldrand haben sie eine nicht unbeachtliche Strecke vor sich. Doch die Stimmung scheint gut. Auch bei dem jungen Soldaten. „Sie gehorchen alle, wenn auch manchmal erst auf das zweite Mal“, meint er und lacht. Oben an der Kellmünzer Wasserreserve wird ihnen Bürgermeister Michael Obst erklären, dass „das Wasser nicht einfach so aus dem Wasserhahn kommt“. Die Kinder dürfen sich dann auch auf eine kühle Erfrischung freuen: Sie bekommen vom Bürgermeister eine Kostprobe vom Kellmünzer sowie Osterberger Wasser serviert und dürfen entscheiden, welches besser schmeckt.

Ferienprogramm, die Teilnahme am Marktfest oder auch die Waldweihnacht sind Zeichen einer gelebten Patenschaft zwischen der Marktgemeinde Kellmünz und der Bundeswehr. Sie wird heuer 30 Jahre alt. Unter Bürgermeister Josef Aumann wurde im Jahr 1990 die Patenschaftsurkunde zwischen der Patenkompanie des damaligen Nachschubausbildungszentrums und der Marktgemeinde ausgetauscht. Obwohl die Bundeswehr immer wieder umstrukturiert hat, konnte die Marktgemeinde den Kontakt zur Wilhelmburgkaserne in Ulm erhalten und auch die Patenschaft zu den Bundeswehrkompanien immer wieder erneuern und fortführen. Seit 2013 besteht die Patenschaft zur „Einsatzkompanie Multinationales Kommando Operative Führung“. Die Bundeswehrsoldaten sind für die Errichtung einer Infrastruktur bei Einsätzen oder auch Übungen zuständig.

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