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Vöhringen

23.12.2020

Die Corona-Fallzahlen in den Pflegeheimen von Illersenio steigen

93 Bewohner der Caritas-Centren in Vöhringen und Illertissen wurden positiv auf das Corona-Virus getestet.
Bild: Alexander Kaya

Plus Sieben weitere Bewohner sind in Vöhringen und Illertissen der Illersenio Pflegeheime sind an Covid-19 gestorben. Aber es gibt auch ein positives Signal.

Die Fallzahlen in den beiden Caritas-Centren Vöhringen und Illertissen sind in den vergangenen Tagen erneut gestiegen. Auf Anfrage teilte der Geschäftsführer des Caritasvereins Illersenio, Dominik Rommel, mit: „56 Senioren und 49 Mitarbeiter gelten zum aktuellen Zeitpunkt als Corona-positiv.“ Es gibt einen kleinen Lichtblick.

Im gleichen Testzeitraum wurden viele Bewohner und Angestellte negativ gestest

Als Hoffnungsschimmer bezeichnet Rommel, dass im gleichen Testzeitraum 62 Personen wieder negativ getestet wurden. „Bei allen Beteiligten wächst die Hoffnung darauf, den aktuellen Corona-Ausbruch bald bewältigt zu haben.“

Zum Weihnachtsfest wurde ein hygienekonformes Programm auf den Weg gebracht, das schon jetzt ein kleines Stück Normalität und damit Menschlichkeit zurückbringt. Äußere Zeichen dafür waren Konzerte in den Gärten beider Häuser in Vöhringen und Illertissen. Musiker der Stadtkapelle und der aus Illertissen machten den Bewohnern damit Freude.

In den Pflegeheimen gibt es trotz Corona ein weihnachtliches Programm

Trotz des Lockdowns wird den Bewohnern ein weihnachtliches Programm geboten. Für den heutigen Heiligabend wurde sicherheitskonform ein Weihnachtskaffeenachmittag vorbereitet sowie ein weihnachtliches Abendessen. Auch eine weihnachtliche Bescherung steht auf dem Plan und selbstverständlich interaktive Gottesdienste an allen drei Weihnachtstagen.

Alle Programmpunkte werden parallel in beiden Caritas-Centren angeboten. Für Bewohner, die nicht von der Quarantäne betroffen sind, besteht nach vorheriger Absprache mit den Wohnbereichen die Möglichkeit, auch Zeit außerhalb der beiden Häuser mit den Angehörigen zu verbringen.

Die Belastung der Angestellten in den Illersenio Heimen ist groß

„Was es bedeutet, unmittelbar von einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim betroffen zu sein, lässt sich anhand der medialen Berichterstattung nur erahnen“, sagt Rommel. Wie Menschen mit dieser Belastung umgehen, sei besonders in diesem Krisenfall ganz individuell. Rommel: „Es ist wichtig, bei aller Fallzahlen-Arithmetik den Menschen nicht aus den Augen zu verlieren. Selbstverständlich liegt unser professioneller Fokus darauf, dem Virus mit größter Konsequenz zu Leibe zu rücken.

Gleichzeitig sind wir uns als christlich geprägtes Haus auch unserer Verpflichtung bewusst, die sich dem Gebot der Nächstenliebe ergibt. Es kann nicht nur um Hygienekonzepte und Abstandsregeln gehen. Wie großartig unser Team diesen Spagat meistert, konnte ich in den vergangenen Tagen auf dem betroffenen Wohnbereich erleben.“

Nach einer internen Regelung werde dieser immense Einsatz finanziell auch anerkannt, wenn dies auch die Strapazen nicht vollends aufwiegen könne. Besonders betont Rommel, dass Mitarbeiter, die die Erkrankung überwunden haben, wieder im Dienst sind. Dass der Kampf gegen Corona noch in vollem Gange ist, verdeutlichen die Testergebnisse von Mittwoch: 26 Bewohner gelten im Vöhringer Haus als positiv getestet, 30 in Illertissen. Insgesamt zwölf Senioren werden in einer Klinik behandelt.

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