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Kettershausen

09.02.2020

Die Dorferneuerung wird vertagt

Die Haushaltsberatungen haben in Kettershausen begonnen. Posten sind beispielsweise die Sanierung der Kläranlage und die Beteiligung am Flexibus-System.

Plus Der Kettershauser Gemeinderat berät den Entwurf des Haushaltsplans 2020. Ein wichtiges Zukunftsprojekt taucht nicht auf – und eine Rätin mahnt zur Sparsamkeit.

Die Sanierung und der Umbau der Kläranlage zu einer modernen SBR-Anlage – SBR steht für Sequentielle Biologische Reinigung – steht in diesem Jahr in Kettershausen an. In den Haushaltsplan 2020 sollen für die Baumaßnahme 880000 Euro eingestellt werden. Die Gemeinderäte besprachen diese große Investition nochmals, als sie während einer öffentlichen Sitzung den Entwurf des Haushaltsplans in Ansätzen berieten. Wie berichtet, hat die Gemeinde einen Zuwendungsbescheid erhalten. Laut Bürgermeisterin Susanne Schewetzky berechnen sich die Fördergelder dann nach der Zahl der Einwohner, die angeschlossen werden. 249 Euro sind je Einwohner angesetzt.

Nicht im Entwurf des Haushaltsplans zu finden ist hingegen der Posten Dorferneuerung. Wie berichtet, soll diese heuer ruhen, nachdem das Anwesen Ilg als Schlüsselprojekt ausgeschieden ist. Der nach der Kommunalwahl im März neu aufgestellte Gemeinderat soll sich dann mit den verbliebenen Maßnahmen im erarbeiteten Katalog beschäftigen. Neu im Haushaltsplan taucht der Posten Flexibus auf, für den die Gemeinde laut Bürgermeisterin 2700 Euro veranschlagt.

Punkt "Gemeindehalle" könnte umbenannt werden

Unter dem Punkt „Gemeindehalle“ sieht der Finanzplan für das kommende Jahr 500000 Euro und für 2022 eine Million Euro vor. Zweiter Bürgermeister Markus Koneberg schlug vor, diesen Posten umzubenennen. Etwa in „Gemeindehalle/Sporthalle“. Damit sollen Missverständnisse innerhalb der Bevölkerung vermieden werden. Denn es steht – wie berichtet – die Option Sporthalle mit flexibler Nutzung im Raum. Als zu niedrig angesetzt bewerteten die Räte einen für heuer veranschlagten Betrag in Höhe von 20000 Euro für Planungsleistungen bezüglich einer Halle. Damit könne allenfalls eine „Skizze“ bezahlt werden, so die Meinung.

Die Dorferneuerung wird vertagt

Dritter Bürgermeister Daniel Sonntag kritisierte, dass Maßnahmen, die eigentlich im Haushaltsplan 2020 auftauchen sollten, verschoben wurden. So etwa der Feinbelag für das Baugebiet Kirchenäcker, der erst im Finanzplan für nächstes Jahr mit 100000 Euro auftaucht. Das Gremium diskutierte auch darüber, ob für einen eventuellen Erwerb von Grundstücken mehr als bislang 100000 Euro angesetzt werden müssten. 350 000 Euro wurden vorgeschlagen.

Marianne Rugel mahnte zur Sparsamkeit in den kommenden Jahren. Diesen Hinweis wolle sie ihren Nachfolgern im Gemeinderat mit auf den Weg geben, betonte die Rätin, die sich bei der Kommunalwahl nicht mehr zur Verfügung stellt. Betrachte man die Entwicklung der Verwaltungsausgaben und der Einnahmen sowie die stetig steigenden Lohnkosten, die wohl bald die Eine-Million-Euro-Grenze erreichen, so sehe sie die Gefahr, dass die Gemeinde selbst ihren Pflichtaufgaben nicht mehr gerecht werden könne, erläuterte Rugel. Koneberg ergänzte, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren vom Verkauf von Bauplätzen profitiert und „gut gelebt“ habe. Entfallen diese Einnahmen, müsse dies Berücksichtigung finden.

Verabschiedet wird der Haushaltsplan für das Jahr 2020 erst in einer kommenden Sitzung.

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