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15.03.2016

Die Fast-Food-Fläche

Auf diesem Grün- und Ackerland östlich der Autobahn soll ein Gewerbegebiet entstehen – wenn es nach den Vorstellungen des Planungsbüros geht, mit Tankstelle und Fast-Food-Restaurant. Am Donnerstag berät der Stadtrat in der Schranne über die Aufstellung eines Bebauungsplanes.
Bild: Ralph Patscheider

Geplantes neues Gewerbegebiet bewegt die Gemüter

Tankstelle, Fast-Food-Restaurant und eine große Restfläche dahinter – das geplante, neue Gewerbegebiet an der Illertisser Autobahnauffahrt bewegt die Gemüter. Zum Beispiel hat sich Dieter Baur mit einem Schreiben warnend an die Stadt gewandt. Statt auf die Essenskultur der heimischen Lokale zu setzen, so Baur, beabsichtige die Stadt anscheinend, auf amerikanischen Einheitsbrei zu setzen und dabei wertvolles Industrie- und Gewerbegebiet an einen Investor zu verschleudern. Am Donnerstag wird der Stadtrat über die Aufstellung eines Bebauungsplanes entscheiden. Dem Vernehmen nach bestehen innerhalb des Gremiums auch Bedenken wegen des Flächenverbrauchs.

Wie berichtet, sollen rund 3,5 Hektar Grünland in bebaubare Flächen umgewandelt werden. Das Gelände befindet sich östlich der Autobahn sowie südlich der Staatsstraße 2018 und beginnt dort, wo sich jetzt noch der Park- & Ride-Parkplatz entlang der Unterrother Straße befindet. Die Firma Pro-Concept aus Buxheim bei Memmingen hat die Aufgabe übernommen, das Grundstück aus einem landwirtschaftlichen Nachlass zu vermarkten.

Wie das geschehen soll, ist laut dem geschäftsführenden Gesellschafter von Pro-Concept, Dirk Grube, noch weitgehend offen. „Am liebsten würden wir die gesamte Fläche selbst vermarkten, aber das ist eine Frage der Verhandlungen mit der Stadt.“ Denkbar sei auch, das Gewerbegebiet gemeinsam mit der Stadt oder komplett im Auftrag der Stadt zu entwickeln. Richtig ist laut Grube, dass sein Unternehmen vorhabe, nahe der Autobahnauffahrt eine Tankstelle und ein Fast-Food-Restaurant zu platzieren. Verträge dazu seien aber noch nicht unterzeichnet.

Zuerst müsse der Stadtrat den Bebauungsplan aufstellen lassen. Dann würden weitere Schritte wie etwa die Planung der Erschließungsstraßen von der Kreisstraße NU5 aus folgen. Das alles soll in enger Zusammenarbeit mit der Stadt verwirklicht werden. Die bisherigen Gespräche bezeichnet Grube als sehr kooperativ. (rp)

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