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Jumelage

18.02.2015

Die Freundschaft wird weitergegeben

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35 junge Franzosen erleben in Illertissen eine Woche mit schönen Begegnungen – und wollen wiederkommen

Die Partnerschaft zwischen Carnac und Illertissen – auf französisch „jumelage“ – ist an die nächste Generation weitergegeben worden. Diesen Eindruck hatten zumindest alle, die Sonntagabend in der Schranne zum Abschiedsfest gekommen waren und am Montag den Bus mit guten Wünschen auf die Rückreise schickten. Gestern Mittag sind die 35 Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren dann mit ihren Begleitern wieder in Carnac angekommen.

Unter den Gästen waren in diesem Jahr besonders viele 13-Jährige, für die „die Möglichkeit besteht, noch zwei Mal am Jugendaustausch teilzunehmen“, rechnete Partnerschaftspräsidentin Helga Sonntag vor. Was das Wiederkommen anbelangt, wusste auch Partnerschaftskollegin Marie-Claire Ezan Neuigkeiten zu erzählen: Die Ehepaare Le Baron und Marion, die als Feuerwehrleute anlässlich des Jubiläums der Illertisser Feuerwehr zu Besuch kamen, waren der Freundschaft wegen wiedergekommen und hatten ihre insgesamt vier Kinder mitgebracht.

Beim Abschiedsessen in der Schranne kamen alle Erlebnisse des achttägigen Jugendaustauschs nochmals zur Sprache oder per Diaschau mit Bildern von Odile Gellé, Franz Sonntag und Jürgen Bumiller an die Wand. Helga Sonntag zeigte sich froh, dass die Unterbringung letztlich noch gut geklappt habe. Viele Gastgeber hatten zwei Personen aufgenommen – die Familien Sobotta und Schwab konnten gleich eine ganze Familie unterbringen.

Bei der Voraborganisation gebühre Patricia Harry großer Dank, sagte Sonntag, und Ezan freute sich: „Wir werden in Illertissen stets herzlich aufgenommen, aber diesmal war es ganz besonders.“ Wunderschöne Tage hätten sie in den Familien erlebt. Obendrauf noch herrliches Wetter mit besten Pistenverhältnissen beim Skifahren. Was wiederum nicht ganz ohne Unfall verlief: zwei Personen mussten zum Röntgen, ausgerechnet der Sieger des am Morgen abgehaltenen Rennens erlitt abends einen Schlüsselbeinbruch. Unter Regie von Alois Ertle und weiteren fünf Skilehrern waren drei Gruppen gebildet worden, die einmal zum Rodeln bei Bad Hindelang und drei Tage zum Skifahren auf den Grünten fuhren.

Sabine Bumiller, Stellvertreterin im Partnerschaftskomitee, wusste zu berichten, dass der zufällig auf den rußigen Freitag gefallene Schulbesuch den Franzosen gefallen habe: „In Frankreich sind solche Faschingsbräuche nicht bekannt, daher war der Tag interessant.“ Ein weiterer Tag wurde in München mit Museumsbesuch und Zeit zum Bummeln verbracht, ein Nachmittag galt dem gemeinsamen Sport von Gästen und Gastgebern.

Bürgermeister Jürgen Eisen glaubt, dass sich die Freundschaft zwischen den Partnerstädten so gut entwickelt habe, weil beide Seiten ein so starkes Interesse daran hätten, fremde Denkweisen zu verstehen: „Sie sind bereit, andere Lebensweisen kennenzulernen und eventuelle Vorurteile abzubauen.“ Illertissen wolle für die Freunde aus Carnac wie eine zweite Heimat sein. Ein Stück weit davon war am Wochenmarkt zu spüren, indem sich die bretonischen Spezialitäten sehr großer Nachfrage erfreuten. Die Franzosen brauchen die Einnahmen für die Partnerschaftspflege, die teils auf privaten Schultern ruht.

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