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21.07.2010

Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend

Altenstadt Bis um halb elf arbeiteten am Dienstag die Helfer bei der Typisierungsaktion für den leukämiekranken Max. Claudia Flach, Veranstaltungskoordinatorin von der Deutschen Stammzellspenderdatei Süd, resümiert: "Es war ein gewaltiger Erfolg!"

Insgesamt 1075 Menschen aus dem weiten Umfeld ließen sich als potenzielle Spender registrieren. Davon 175, die am gleichen Tag auch noch Blut spendeten. Denn auch zur parallel stattfindenden Blutspendeaktion kamen viel mehr Menschen als gewöhnlich. "Auf solch einen Andrang waren wir nicht gefasst", so Flach. Aber die vielen Helfer hätten das wunderbar gemeistert. Und auch die Spender warteten, trotz der Hitze, geduldig in den langen Schlangen.

Bei der großen Zahl der abgegebenen Blutproben wird es nun vier bis acht Wochen dauern, bis alle ausgewertet und im System erfasst sind. "Die Wahrscheinlichkeit, dass am Dienstag ein Spender speziell für Max gefunden wurde, ist aber gering", erklärt Flach. Doch es gebe ja auch andere Patienten, die Hilfe bräuchten. Und schließlich habe das Zentrale Knochenmarkspender-Register (ZKRD) in Ulm Zugriff auf 14 Millionen Spenderdaten, die täglich durchsucht werden. Natürlich auch nach einem genetischen Zwilling für Max.

Auch der Vater des 16-Jährigen ist optimistisch: "Der Rückfall war erst vor drei Wochen." Und die Suche in der Datenbank laufe erst seit Kurzem. Weil Max eine relativ häufige Blutzusammensetzung habe, gehe er davon aus, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis ein passender Spender gefunden werde. Und wenn der vielleicht auch nicht bei der Aktion in Altenstadt dabei gewesen ist, so gibt ihm "die einzigartige Beteiligung" dennoch Hoffnung. "Ich möchte mich, auch im Namen von Max, bei allen Spendern und Helfern für ihr Engagement bedanken."

Und wer weiß, vielleicht war doch der eine dabei, der Max mit seinen Stammzellen wieder gesund machen kann. Doch zunächst muss der 16-Jährige noch einmal einen fünftägigen Chemo-Block hinter sich bringen.

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