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Die Lokalredaktion in Corona-Zeiten: Einsam, aber nicht allein

Die Lokalredaktion in Corona-Zeiten: Einsam, aber nicht allein
Kommentar Von Rebekka Jakob
27.03.2020

Die Arbeit in den Redaktionen von Illertisser Zeitung und Neu-Ulmer Zeitung ist im Moment alles andere als einfach. Was jetzt Mut macht, ist der Zuspruch unserer Leserinnen und Leser.

Das schönste Geräusch des Tages: ein kräftiges Hupen. Das ertönt, wann immer sich einer der Kollegen der Illertisser Zeitung oder der Neu-Ulmer Zeitung von zu Hause aus in die Telefonkonferenz eingewählt hat. Es ist das Startsignal für unsere gemeinsame Besprechung der Themen, die wir ins Blatt und unser Online-Angebot bringen wollen. Und der Moment, der im Augenblick die Redaktionskonferenz ersetzen muss, zu der wir normalerweise an einem Tisch beisammensitzen. Der einzige Moment am Tag, an dem wir alle kurz miteinander sprechen – den Rest des Tages muss der Chat den Zuruf von Schreibtisch zu Schreibtisch ersetzen.

Wie kommen wir mit den wenigen Seiten aus - und wer leert den Briefkasten?

Es ist ein Arbeiten, wie es noch keiner von uns in den beiden Redaktionen je erlebt hat. Ein Arbeiten, das uns täglich vor ungeahnte neue Herausforderungen stellt. Von den inhaltlichen Fragen, wie wir unter diesen Bedingungen an unsere Gesprächspartner herankommen, über die Schwierigkeiten, mit dem uns vorgegebenen reduzierten Seitenumfang klarzukommen, bis zum Gedanken, wer den Redaktionsbriefkasten leert, wenn alle im Homeoffice sind. Ein Arbeiten, bei dem uns nach nun zwei Wochen bewusst wird, wie sehr wir den täglichen Austausch vermissen – nicht nur mit unseren Kollegen, sondern auch den Lesern.

Bild: Reinhard Wenzel

Wir merken aber auch: Trotzdem wir ziemlich einsam am Schreibtisch oder Küchentisch sitzen und unsere Arbeit machen, sind wir nicht allein. Das sehen wir beispielsweise an der großen Resonanz, die unsere Aufrufe in den vergangenen Tagen erreicht haben – sei es nach Hilfsangeboten für die Region, Lieferservice für Essen und Getränke oder bunten Kinderbildern, die in der schwierigen Situation Mut machen sollen.

Die Lokalredaktion in Corona-Zeiten: Einsam, aber nicht allein

In diesen schwierigen Zeiten können wir alle Mut brauchen

Und manche Leser lassen es uns auch direkt wissen, wie sehr sie ihre Tageszeitung gerade brauchen – so wie Reinhard Wenzel, der uns per Mail schrieb: „Sie tragen mit Ihrem großem Engagement und Fleiß in diesen turbulenten Tagen dazu bei, dass wir Bürger verlässlich täglich mit den neuesten lokalen und überregionalen Nachrichten versorgt werden.“ Zuschriften wie diese machen uns Mut – und den können wir alle in diesen schwierigen Zeiten gut gebrauchen.

So berichten wir aktuell

Eine Aktion, die bei unseren Lesern sehr gut ankam, und die wir auch weiterhin laufend ergänzen:

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35 Bilder
Alles wird gut - Mutmach-Bilder unserer Leser

Auch die Hilfsprojekte in der Region laufen dank unseren Leserinnen und Lesern gut an: Coronavirus: Im Landkreis Neu-Ulm hilft man sich gegenseitig

Natürlich berichten wir auch weiterhin intensiv über die aktuelle Lage bezüglich des Corona-Virus in der Region. Zum Beispiel hier: Corona-Tests in der Region laufen auf Hochtouren

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