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Dietenheim

01.03.2019

Die Narren regieren wieder in Dietenheim

Beim Umzug zogen wieder fabelhafte Gestalten durch die Dietenheimer Straßen. Die Ranzenburger Hexen trugen ihre Leitern zum Rathaus.
Bild: Dominik Stenzel

Dietenheim verwandelt sich zur fünften Jahreszeit wieder in Ranzenburg. Alle paar Jahre wird die Sage aufgeführt – auch heuer.

Am „Gompiga Doschdig“ war es wieder so weit: Ab 18.18 Uhr verwandelte sich Dietenheim allmählich in Ranzenburg – allerlei fabelhafte Wesen zogen mit Fackeln durch die Straßen. An vorderster Front machten die Griasmolle mit ihren Viehschellen und der überdimensionalen Holzrätsche ordentlich Radau.

Dahinter folgten andere Maskengruppen wie die Holzkrähen, die Haladagoale oder die Ranzenburger Illergoischd’r. Auch Elferräte, die Stadtkapelle und Kindergärten waren dabei – insgesamt bestand der Umzug aus fast 20 Gruppen. Die Prozession startete in der Pfarrer-Debler-Straße und endete schließlich am Marktplatz. Dort wurde die Fasnet schnell gefunden und beim Narrenbaum ausgegraben.

Dietenheimer singen den Ranzenburger Narrenmarsch

Auf der Bühne gab es eine Tanzeinlage der Kinder des Kinderhauses St. Martin und der Ranzenburger Narrenmarsch wurde gesungen. Anschließend stürmten die Hexen über ihre Holzleitern das Rathaus und holten den im traditionellen „Haldagoa-Häs“ gekleideten Bürgermeister Christopher Eh aus dem ersten Stock heraus. Um kurz nach 19 Uhr verkündete der Ansager Jürgen Schenk: „Den Hexen und dem Prinzenpaar ist der Staatsstreich gelungen. Der OB hat aufgegeben.“

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In seiner Rede würdigte der Bürgermeister Uwe Bimek, der im vergangenen Jahr das Amt des Präsidenten der Ranzenburger Narrenzunft nach 26 Jahren niedergelegt hatte. Mit Jürgen „Jocky“ Peter sei jedoch ein idealer Nachfolger gefunden worden: „Als der Kabbo vom Bauhof woiß der wia ma Leit führt“, sagte Eh .

Bürgermeister Eh wendet sich ans Volk

Ansonsten berichtete er auf humorvolle Art und Weise, „was in Ranzaburg grad laufat für Gschichta“: Bauprojekte und der pächterlose Kiosk am Badesee waren unter anderem Thema. Schließlich verabschiedete sich der Bürgermeister mit einer Bitte ans Volk: „Gangat im Mai zur Gmoidratswahl, zum Wähla ganga isch wirkluich koi Qual.“

Danach trug Prinz Mitch I. nebst seiner Prinzessin Dani I. seine Proklamation vor. Den benachbarten Balzheimern empfahl er, „aus Kostengründen auf einen Dammbau zu verzichten.“ Sie sollten sich lieber schon einmal mit Gummistiefeln, Schwimmwesten und Schlauchboten eindecken und mit dem Bau einer biblischen Arche beginnen.

Bevor es zum Feiern in die örtlichen Kneipen ging, stand noch der Höhepunkt auf dem Programm: Die Ranzenburger Sage, die nur alle paar Jahre aufgeführt wird und die Geschichten der Dietenheimer Maskengruppen erzählt, zog nicht nur die jüngsten Zuschauer direkt vor der Bühne in den Bann und sorgte für große Begeisterung im gesamten Publikum.

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