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Osterberg

01.03.2019

Die Sanierung der Osterberger Judengasse wird deutlich teurer

Die Sanierung der Judengasse in Osterberg wird teurer als geplant. Nun soll der Bau in mehreren Schritten erfolgen.
Bild: Armin Schmid

Die Erneuerung der Judengasse ist ein wichtiges Projekt für Osterberg. Doch die Gemeinde wird dafür nun tiefer in die Tasche greifen müssen. Wie das finanziert werden soll.

Die Instandsetzung und Neugestaltung der Osterberger Judengasse wird deutlich teurer als geplant. Die Sanierung des viergliedrigen Straßenzugs im historischen Judenviertel steht schon länger auf der Agenda des Gemeinderats und sollte eigentlich in den Jahren 2018 und 2019 in Angriff genommen werden. Dies hatte bisher nicht geklappt. Planer Hans-Peter Beckmann vom Büro Lars Consult hat nun eine aktuelle Planungsvariante mit neuer Kostenschätzung vorgelegt. Laut dieser zeichnet sich am Bau aktuell eine Kostensteigerung von rund 20 Prozent ab. Grund sei die gute Konjunktur und die damit einher gehende Auslastung der Baufirmen, sowie Kostensteigerungen bei den Baumaterialien. Allein der Straßenbau in der Judengasse soll nun 425.000 Euro kosten. Für den Kanalbau sind knapp 300.000 Euro veranschlagt und der Wasserleitungsbau wird rund 165.000 Euro kosten. Die Bruttokosten für die komplette Straßensanierung belaufen sich mittlerweile auf mehr als eine Million Euro.

200.000 Euro mehr für die Judengasse

Gemeinderat Wolfgang Berrens rechnete die gesamten Mehrkosten aus: „Letztlich sprechen wir von einem beträchtlichen Kostenmehrung in Höhe von rund 200000 Euro“. Michal Sokolowski von der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt erläuterte, dass der Straßenbau wegen der Hochkonjunktur am Bau wohl auch in absehbarer Zeit nicht billiger werde. Bürgermeister Rainer Schmalle fügte an, dass man zur Minderung dieses Betrags derzeit die Fördermöglichkeiten nochmals prüft.

Für den Haushaltsplan 2019 bedeute dies, dass man um einen Kredit nicht herumkommen werde. Planer Beckmann regte an, die Baumaßnahme mit Blick auf die bessere Kostenverteilung auf zwei Jahre und mehrere Bauabschnitte zu strecken. Sokolowski schlug vor, 2019 zuerst Wasser und Kanal zu machen und 2020 den Straßenausbau in Angriff zu nehmen. Das hätte allerdings den Nachteil, dass die Straße während des Winters geöffnet bleibt. Beckmann fügte an, dass es besser wäre, im ersten Bauabschnitt etwa die Hälfte der Judengasse fertigzustellen und 2020 dann die zweite Hälfte anzugehen.

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Das Projekt wird fortgesetzt

Im Zuge des Straßenbaus sollen Grundstücksbereinigungen durchgeführt werden. Teilweise wurden kleinere private Grundstücksbereich überplant. Dies muss laut Planer noch mit den Besitzern abgeklärt werden. Die Fahrbahn soll trotz der beengten Straßensituation fünf Meter breit werden. In welcher Form die Stellplätze und Grünbereiche ausgeführt werden sollen, muss noch festgelegt werden. Die Rätegemeinschaft sprach sich einstimmig dafür aus, die Planung auf der bestehenden Basis fortzuführen und das Projekt auf zwei Haushaltsjahre zu verteilen.

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