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Wahlen

20.04.2011

Die Spielzeit geht weiter, personell wie szenisch

Das Team mit Zweitem Bürgermeister Josef Kränzle (hinten links), vordere Reihe von links: Heinz Rösler, Fritz Immisch, Hermine Langenwalter, dahinter Manfred Trunk, Petra Dürr, Martina Dippel, Wolfgang Tupeit, Harald Obst.
Bild: Foto: lor

Manfred Trunk und Wolfgang Tupeit mehrheitlich im Amt bestätigt. Produktionskosten werden kritisch bewertet

Illertissen Turnusgemäß waren Neuwahlen angestanden bei der Schwabenbühne und dabei sind die bisherigen Vorsitzenden Manfred Trunk und Wolfgang Tupeit mit großer Mehrheit bestätigt worden. Desgleichen die übrigen Ämter im Vorstand bis auf das der Schatzmeisterin, das von Burgund Bradler auf Martina Dippel überging.

Die Wahlleitung hatte Zweiter Bürgermeister Josef Kränzle. Die der schwäbischen Sprache und Kultur verhafteten Mimen bleiben somit ihrer Linie treu. Ungeachtet des in Besucherzahlen wie Einnahmen messbaren Erfolges bemängelten kritische Stimmen die ihrer Ansicht nach hohen technischen Kosten.

Für die beiden Vorsitzenden ist es die „zweite Spielzeit“, und sie können ihre, vor zwei Jahren begonnene Öffnung der Schwabenbühne übers Roth- und Illertal hinaus sowie durch eine ausführliche Homepage mit Online-Booking fortsetzen. Auf den Wunsch einiger Mitglieder, für die Auswahl der Technik mehr Vergleiche einholen zu wollen, erklärte Wolfgang Tupeit, dass die Zuverlässigkeit, Ersatzteilbeschaffung und schnelle Verfügbarkeit der Geräte fürs Theater oberste Priorität hätten. Tupeit gehört zur Firma „Musical Works“, welche in bewährter Manier die Schwabenbühne technisch ausstattet. Erfahrungen mit anderen Firmen für Licht und Ton sowie damit einhergehender Ärger habe es in früheren Spieljahren bereits gegeben, erklärten darauf Mitglieder mit längerer Spielerfahrung. Wenn die Schwabenbühne mit Induktionsschleifen für Schwerhörige auf der Freilichtbühne, modernster Sprechtechnik oder professionellen Pyro-Tricks – so anerkennend Regisseur Antonio Lallo – ihr Publikum zu begeistern vermochte, so hatte das seinen Preis. Dessen Beträge konnten die 32 anwesenden Mitglieder aus den korrekt geführten Aufstellungen von Schatzmeisterin Burgund Bradler entnehmen. Aber auch, dass Theateraufführungen zu allen Zeiten kostspielig waren, wobei die Schwabenbühne derzeit nicht im Minus steht.

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Sprungbrett für professionelle Bühnen

Fakten und Zahlen aus der zurückliegenden Spielsaison mit drei Inszenierungen, die Wolfgang Tupeit vortrug, sollten eines besseren belehren. Ihre Freilichtsaison 2010 und zugleich zum Anlass ihres 30-jährigen Bestehens begann die Schwabenbühne erstmals mit einer Matinee im Schlosshotel neben der Bühne. Dies wollen sie heuer ebenso halten. Ihr Mitwirken als schauspielernde Poeten bei der „Gartenlust“ ist ihnen bereits eine lieb gewordene Tradition. Die Truppe der Erwachsenen ist um sieben neue Spieler gewachsen, und von den Darstellern der Jugendbühne haben wiederum einige den Sprung ins Ulmer Theater geschafft. Die Schwabenbühne bot Nachmittagsvorstellungen an und schuf Platz für Rollstuhlfahrer. Durch die Möglichkeit des Online-Bookings sind Zuschauer aus ganz Deutschland auf das Theater aufmerksam geworden und aus der schwäbischen Region konnten viele Stammkunden dazugewonnen werden. Über 8500 Zuschauer waren in die Freilichtbühne gekommen, sei es, um „Die Geierwally“ zu sehen oder „Aladin und die Wunderlampe“. Seit Langem wieder waren die Programmhefte vergriffen, wobei dank eigenem Layout Herstellungskosten gespart werden.

In der Winterspielzeit 2010/11 konnte die Komödie „Der Raub der Sabinerinnen“ an den zusätzlichen Spielorten Langenau und Senden aufgeführt werden, wobei ins Sendener Bürgerhaus so viel Publikum gekommen war, wie sonst nur in einer voll besetzten Freilichbühne am Illertisser Schloss Platz findet.

Im Internet unter

www.schwabenbuehne-illertissen.de

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