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Illertissen

27.06.2017

Die unterschiedlichen Seiten der Liebe

Sie begeisterten ihr Publikum im Glashaus (von links): Alwina Meissner, Maria Rosendorfsky und Emanuel Pichler.
Bild: Zita Schmid

Musiker des Theaters Ulm sorgen in Illertissen für einen entspannten Abend mit Überraschung.

Als Goethe einst in einem Gedicht die Liebe mit einer Rose versinnbildlichte, wusste er wohl, wovon er sprach. Denn die Liebe kann bezaubernd schön sein, kann aber genauso verletzen. Der Konzertabend im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kultur im Glashaus (KiG) im Museum der Gartenkultur war mit ebendiesem bekannten Vers, nämlich „Sah ein Knab’ ein Röslein stehn“, untertitelt. Maria Rosendorfsky (Sopran) und Emanuel Pichler (Bariton) versetzten das Publikum im voll besetzten Glashaus zurück in die Zeit der Romantik. Meisterhaft begleitet wurden sie dabei von Alwina Meissner am Klavier.

Die Ankündigung von KiG-Organisator Reinhard Hemmer, einen „entspannenden wie spannenden“ Konzertabend zu erleben, ging bereits im ersten Teil des Abends in Erfüllung. Denn die Besucher konnten sich zurücklehnen und in der Musik schwelgen. Vom ersten Lied weg – Franz Schuberts berühmte Vertonung von „Sah ein Knab’ ein Röslein stehn“ – begeisterten die Künstler ihre Zuhörer.

Mit faszinierenden Stimmen voller Ausdruck und Dynamik verwandelten die Künstler, die allesamt am Theater Ulm engagiert sind, das Glashaus in ein melodienreiches Blumenjahr. So erwachte sie Sehnsucht nach Frühling im Werk „Das erste Veilchen“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Fröhlich und verspielt mutete Mendelssohns „Maiglöckchen und die Blümlein“ an und sein „Ährenfeld“ wurde Schauplatz übermütigen Treibens von Käfern und anderem Kleingetier. Dass Lieb und Leid eng beieinanderliegen, verhieß schwermütig etwa die „Winterahnung“ von Max Reger.

Nach der Pause tat sich im Glashaus dann eine ganz andere, spannende Gefühlswelt auf. Spannend schon deshalb, weil im Programmflyer nur der erste Konzertteil aufgeführt war. Im zweiten durften sich die Besucher überraschen lassen – was auch gelang. Die Künstler erschienen nicht mehr in Abendgarderobe, sondern in zünftiger Tracht. Mit viel Humor und Parodie wurde das Thema Liebe jetzt angegangen. Mit dem Lied „In einer kleinen Konditorei“ von Fred Raymond ging diese dann auch mal durch den Magen. Der „Zigeunerbaron“ von Strauss hatte seinen Auftritt und schließlich tanzten in der eigens für das Glashaus konzipierten Aufführung und nach der Operette von Stolz „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“.

Termine: Die nächste KiG-Veranstaltung findet am Sonntag, 9. Juli, statt. Kabarettist und Olympiasieger Dieter Baumann tritt dort in einem Musikkabarett „Die, wo älles können“ auf.

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