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15.11.2017

Dietenheimer Friedhof wird neu gestaltet

Mehr Formen der Bestattung möglich

Einige Dietenheimer Bürger wünschen sich mehr Auswahl bei den Bestattungsmöglichkeiten auf ihrem Friedhof. Einer davon ist Alfred Ritter. Er hat gemeinsam mit anderen Bürgern einige alternative Bestattungsmethoden zusammengetragen und die Ideen Vertretern der Stadt Anfang des Jahres vorgetragen. Die Stadt hat daraufhin Friedhofsberater Joachim Ebinger mit der Neugestaltung des Areals in Dietenheim beauftragt, der seinen Plan nun im Gemeinderat vorgestellt hatte. Ritter nutzte die Gelegenheit vor Beginn der Sitzung, um noch ein paar Worte zu dem Thema zu sagen: Die bisher üblichen Einzel- und Doppelgräber, die intensiver Pflege bedürfen, würden nicht mehr den heutigen Ansprüchen entsprechen. Heutzutage wohnen die Kinder oder andere Angehörige häufig weit weg und hätten nicht mehr die Zeit, die Gräber zu gießen und neu zu bepflanzen.

Gerade für die Urnenbestattung hat Friedhofsberater Ebinger diverse neue Möglichkeiten vorgestellt. Ein Trend sei die Bestattung unter Bäumen. Das könnte in Dietenheim so umgesetzt werden, dass die Urnen in einem Abstand von zwei bis drei Metern rund um den Stamm begraben werden. An einer Stele nahe des Baums könnten Schilder mit den Namen, Sterbe- und Geburtsdaten der dort Bestatteten angebracht werden. Dort hätten die Angehörigen einen Platz, an dem sie Blumen ablegen oder Grablichter aufstellen können. Es gebe auf dem Friedhof schon einen Baum unter ihm Sargbestattungen stattfinden könnten, sagte Ebinger. Neben den Baumbestattungen seien Erd-Rasengräber eine zweite wichtige Bestattungsart.

Ebinger hat auf dem Friedhof außerdem einen Bereich für Kindergräber eingeplant. Auch die Eltern von Sternenkindern, also Babys, die tot geboren werden, sollen zukünftig einen Ort zum Trauern haben. Ein Bereich soll für Muslime freigehalten werden, die besondere Anforderungen stellen. Deren Gräber müssen zum Beispiel Richtung Mekka ausgerichtet sein. Der Gemeinderat hat am Ende beschlossen, die Vorschläge Ebingers nach und nach umzusetzen. Nach Einschätzung des Planers könnten die Arbeiten innerhalb eines Jahres umgesetzt werden und die neuen Bestattungsformen damit ab Herbst 2018 zur Verfügung stehen. (fwo)

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