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Vöhringen

15.12.2020

Digitaler Naturspielplatz in Vöhringen: Jetzt sind Ideen der Bürger gefragt

Sie haben das neue Klettergerüst auf dem Digitalen Naturspielplatz schon für gut befunden: (von links) Stadtplaner Timo Söhner, Projektinitiator Sebastian Almer (grauer Mantel), Landrat Thorsten Freudenberger und Bürgermeister Michael Neher.

Plus In der grünen Lunge in Vöhringen entsteht derzeit ein innovativer Spielplatz. Für den Feinschliff können die Vöhringer ihre Vorschläge in einem Wettbewerb einbringen.

Vor nicht einmal einem Jahr hat der Vöhringer Stadtrat sein Okay zu diesem Projekt gegeben: Ein neuer Spielplatz in der Grünen Lunge soll klassische Spielgeräte mit digitalen Elementen verbinden. Im Januar veranstaltet die Stadt gemeinsam mit der Projektgruppe Grüne Lunge Digital einen Hackathon, also einen Wettbewerb, bei dem die Bürger ihre Ideen für die weitere Digitalisierung des Spielplatzes einbringen können. Was es bereits gibt: Eine solarbetriebene smarte Bank, an der die Besucher ihre Handys laden können, und eine digitale Schnitzeljagd funktionieren, die über QR-Codes, die bald quer über den Spielplatz angebracht werden.

Smarte Idee sind gesucht

In gewisser Weise ist der Spielplatz, der Anfang des kommenden Jahres eröffnet werden soll, also schon digitalisiert. Doch da ist noch Luft noch oben, finden die Verantwortlichen. Nun sind also die Bürger an der Reihe. Im Rahmen des geplanten Hackathons können sie ihre Wünsche, Anregungen und Vorschläge einbringen und ausarbeiten. Die Veranstalter haben schon einige Beispiele gesammelt, in welche Richtung es gehen könnte: ein Handy-Biberlehrpfad entlang der Iller, ein smarter Bienenstock mit Kamera und künstlicher Intelligenz oder vielleicht ein Besucherzähler? Die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß.

In der grünen Lunge verschmelzen klassischer Spielplatz und digitale Elemente.

Dabei brauchen die potenziellen Teilnehmer keine Angst vor dem Begriff „Hackathon“ zu haben, wie der Initiator des Projekt, Sebastian Almer, erklärt. Hackathon setzt sich zusammen aus hacken und Marathon – doch programmieren müsse man nicht können, um an dem Wettbewerb teilzunehmen. Solange man eine Idee hat, die man irgendwie digital gestalten kann.

Der Online-Wettbewerb soll auch die geplanten Präsenz-Workshops an Schulen ersetzen, die wegen der Corona-Krise nicht stattfinden konnten. Almer hatte von Anfang an vor, die Kinder und Jugendlichen aus Vöhringen in das Projekt einzubinden. Über die digitalen Elemente sollen die Schüler auch an den Naturraum an der Iller herangeführt werden und ihr Wissen über die heimische Umwelt verbessern.

Landrat ist begeistert vom "Digitalen Spielplatz"

Begeistert von dem Projekt „Digitaler Naturspielplatz“ ist auch Landrat Thorsten Freudenberge. Er hat gemeinsam mit Bürgermeister Michael Neher die Schirmherrschaft übernommen. Freudenberger sagte: „Wir brauchen mehr solcher Ideen.“ Und vor allem brauche man die Leute, die diese innovativen Ideen mutig und beherzt umsetzen und nicht erst 20 Gegenargumente suchen. Denn wer damit anfängt, finde bestimmt etwas, weshalb man den Vorschlag am Ende nicht umsetzt, so Freudenberger, der sich auch darüber freute, dass hier Fördergelder der EU in den Landkreis fließen. Finanziert wurde das 200000 Euro teure Projekt auch mit Mitteln aus dem Leader-Programm der EU, die über den Verein für Regionalentwicklung im Landkreis Neu-Ulm organisiert wurden. Rund 83000 Euro schwer fiel der Zuschuss dann aus.

Bürgermeister Michael Neher lobte das Projekt als „Bürgerbeteiligung par excellence“. Schließlich kam bereits die Idee für den Spielplatz aus einer Bürgerinitiative. Nun können sich die Bürger noch die letzte Ausgestaltung des Spielplatzes einbringen.

Die Termine für den Hackathon

Kick-off für den Hackathon ist am Freitag, 8. Januar, um 18 Uhr. Der Hackathon selbst findet dann jeweils ganztägig statt am Samstag, 9., und Sonntag, 10. Januar. Das Mitmachen lohnt sich. Der oder die Gewinner haben nicht nur die Ehre, dass ihr Projekt womöglich umgesetzt wird. Die drei interessantesten Vorschläge – Jury ist der Zukunftsbeirat der Stadt Vöhringen – erhalten Geldpreise: 300 Euro für den Erstplatzierten, 200 Euro für den zweiten Platz und 100 Euro für den dritten. Zudem bekommen die ersten 500 Teilnehmer eine „nützliche digitale Überraschung“, wie die Stadt ankündigt.

Neben Teilnehmern kann man auch als Mentor mitmachen. Dafür werden Spezialisten gesucht, die zudem schon Erfahrung mit Hackathons haben.

Wer mitmachen möchte, findet weitere Informationen zum geplanten Online-Hackathon im Internet unter gruenelungedigital.de.

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