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Bauausschuss

17.11.2016

Dorferneuerung kann beginnen

Planung für neue Bayernstraße in Jedesheim genehmigt

Das erste große Projekt der Dorferneuerung in Jedesheim nimmt konkrete Formen an. Die Bayernstraße wird saniert. Der Bauausschuss des Illertisser Stadtrates hat die vom Büro Lars Consult vorgestellte Ausführungsplanung nicht nur begutachtet, sondern auch gleich einstimmig genehmigt. Jetzt können erste Arbeiten vor Weihnachten ausgeschrieben werden.

Zu den Schlüsselstellen der Sanierung zählt der Hohlweg im Osten bis zum Linksknick in die Bergenstettener Straße. Mehrfach in den vergangenen Jahren hatten sich Stadtratsgremien den Kopf zerbrochen, wie an der unübersichtlichen Engstelle ein sicherer Fußgängerweg angelegt werden könne. Es gab nie eine Lösung. Jetzt wird ein kleiner Kunstkniff angewendet. „Wir heben die Straße an der Stelle um circa einen Meter an“, berichteten die Planer Lothar Beck und Andreas Schlichting von Lars-Consult nach der ersten Vorstellung des Konzeptes ein weiteres Mal den Bauausschuss-Mitgliedern. Dadurch erhöhe sich zwar das Gefälle der Straße um etwa ein Prozent, der Querschnitt verbreitere sich aber. So lässt sich neben der sechs Meter breiten Fahrbahn (Beck: „Brauchen wir wegen des überbreiten landwirtschaftlichen Verkehrs.“) ein Fußweg mit 1,5 Meter Breite anlegen.

Ein Fußweg wird vom Beginn der Bayernstraße an der Kreuzung am Marienplatz und Illertissener Straße im Westen durchgängig den Ort hinauf bis zur Bergenstettener Straße angelegt. Die Ausbaustrecke endet dort außerhalb der Ortsgrenze beim Siedlerweg. In Höhe der ehemaligen Gaststätte Bisle weitet sich der Fußweg sogar auf bis zu 2,5 Meter aus und wechselt die Fahrbahnseite – von Norden nach Süden. Dort erhält die Sanierung Platzcharakter mit einer verschränkten Einmündung der Pfarrer-Steiner-Straße und einem behindertengerechten Übergang mit komplett abgesenkten Bordsteinkanten und taktilen Streifen für Blinde oder Sehbehinderte. Im weiteren Verlauf folgt eine großzügig angelegte Bushaltestelle, die mit höheren Bordsteinen einen ebenfalls behindertengerechten Zustieg zu den Bussen ermöglicht.

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Nicht weit entfernt, an der Einmündung des St.-Meinradweges, wird eine Verkehrsinsel in die Bayernstraße eingebaut, die als Querungshilfe dient und auch mit Rollatoren problemlos zu passieren sein wird. Eine weitere Insel wird die Sanierung im Osten beim Siedlerweg abschließen. Sie soll – mit einem Baum bepflanzt – eine erste Tempobremse für den ortseinwärts rollenden Verkehr darstellen. Die Straße wird asphaltiert, der Fußweg mit Betonsteinen belegt. In der vorgestellten Planung sind zahlreiche Bäume eingezeichnet.

Stadtrat Ansgar Batzner meldete in der Diskussion Bedenken an. Ob mit den Anliegern denn besprochen worden sei, dass sie für die Entfernung des Laubs verantwortlich seien, erkundigte er sich bei den Planern. Die entgegneten, die Standorte von Bäumen würden erst festgelegt, wenn die Straße gebaut sei, und bei den Gesprächen mit den Jedesheimer Bürgern seien die Bäume nie Thema gewesen. „Wir sind eine grüne Stadt. Laub ist kein Schmutz und Dreck“, schaltete sich Bürgermeister Jürgen Eisen in die Diskussion ein. Batzner verwahrte sich dagegen: „Ich habe nie behauptet, Laub sei Schmutz und Dreck. Es geht mir nur um die Sicherheit der Fahrradfahrer“, konterte er.

Über mögliche Kosten für den Straßenausbau und Zuschüsse wurde in der Sitzung nicht gesprochen.

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