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Schäferhundeverein 2

18.06.2013

Drei Tage im Zeichen der Vierbeiner

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2 Bilder
Jung und erfolgreich. Unser Bild zeigt den Landesgruppenvorsitzenden Herbert Volz (links) und den Vorsitzenden Manfred Drescher zusammen mit der 17 jährigen, erfolgreichen Hundeführerin Tanja Allgaier, die eine Ehrung und das Sportabzeichen in Gold erhielt.

Spannende Wettkämpfe und eine hochkarätige Zuchtschau

Illertissen „Es war ein tolles Wochenende und ein super Event“ – Manfred Drescher, Vorsitzender des Schäferhundevereins Illertissen freute sich sichtlich. Bei herrlichem Sommerwetter gingen am Sonntagnachmittag spannende Wettkämpfe und die Festlichkeiten zum 50-jährigen Vereinsjubiläum mit einer hochkarätigen Zucht- und Nachwuchsschau erfolgreich zu Ende. Drei Tage lang feierten die Hundefreunde Geburtstag.

Es begann am Freitag mit einem Pokalturnier: Laut knallten die Schüsse aus der Schreckschusspistole über das Gelände des Schäferhundevereins, wo die Wettkämpfe stattfanden. An den Start gingen Hundeführer aus Bayern, Württemberg und Südtirol.

„Mehr als zufrieden“, zeigte sich Drescher bereits im Vorfeld über das Interesse am Turnier. Schon vor Meldeschluss war mit 30 Mannschaften die höchstmögliche Teilnehmerzahl erreicht worden. Ein Team setzte sich normalerweise aus zwei Hundeführern und ihren Tieren zusammen. Als Mannschaft konnte aber auch ein Hundeführer mit seinen Tieren zweimal antreten. Die Region um Illertissen, Babenhausen und Vöhringen war mit insgesamt sieben Mannschaften im Wettkampf dabei.

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Ein Knall darf die Tiere nicht stören

Beim Pokalturnier ging es um die Disziplinen Unterordnung und Gehorsam sowie Schutzdienst. Die Schüsse waren ein Ablenkungsmanöver. Sie gehörten zur Prüfung in Unterordnung und Gehorsam. Reagierten die Hunde darauf und ließen sie sich durch die Knallerei ablenken, gab es Punktabzug. Galt die ungeteilte Aufmerksamkeit dennoch weiterhin den Anweisungen des Hundeführers, lauschten die spitzen Ohren nach wie vor jedem seiner Kommandos oder hafteten die wachen Augen des Tieres an jeder seiner Bewegungen, war alles im Lot.

100 Punkte waren das Maximale, was die Hunde erreichen konnten. Dann waren sie quasi perfekt, wenn es darum ging, Kommandos wie „Sitz“ oder „Platz“ – auch wenn der Hundeführer sich entfernt hatte – auszuführen. Auch das Apportieren über eine Hürde und Schrägwand waren Prüfungsbestandteile. Mensch und Hund – die Harmonie und die Teamarbeit muss stimmen, wenn man hier erfolgreich sein will. Das wurde schnell klar, wenn man die zwei- und vierbeinigen Wettbewerbsteilnehmer beobachtete.

„Gut zwei Jahre braucht ein Schäferhund, bis er so weit ist“, erklärte Leistungsrichter Elmar Mannes aus Günzburg. Je nachdem wie talentiert das Tier sei und natürlich, wie eifrig Mensch und Hund miteinander üben. Absoluter Gehorsam ist auch Grundlage für den sogenannten „Schutzdienst“, der zweiten Disziplin im Pokalturnier. Hier musste der Hund etwa einen „Scheintäter“ aufspüren, ihn stellen und verbellen, solange bis er weitere Kommandos erhalten hat.

Für die Zucht- und Nachwuchsschau am Sonntag hatten sich 101 Hunde aus dem In- und Ausland angemeldet. Beginnend mit den jüngsten Tieren bis aufwärts zum hoch dotierten Gebrauchshund, der schon Prüfungen hinter sich hat, mussten sich die Tiere unter anderem in folgenden Kriterien beweisen: Standmusterung, Prüfung des Wesens, der Zähne, beim Laufen, der Ausdauer oder des Ausdrucks beim Laufen. Perfekte Anatomie, Schönheit und Eleganz siegten.

Zum 50. Vereinsjubiläum wurden in Illertissen am Sonntag dann in den verschiedenen Klassen die vierbeinigen „Top Models“ der Landesgruppe Bayern-Süd gekürt.

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