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13.04.2011

„Echte Löwenfans sind extrem leidensfähig“

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Autor Uli Niedermair präsentierte sein Buch über „Leo – ein Leben im Löwenblues“.

Buchautor Uli Niedermair beim Stammtisch der Fußballanhänger von 1860 München

Babenhausen Das zentrale Thema beim „Löwenstammtisch Babenhausen“, dem Fanclub des Traditionsfußballvereins 1860 München im Fuggermarkt, war nicht die derzeit prekäre Lage der „Löwen“, sondern das Buch „Leo – ein Leben im Löwenblues“. Dabei deckte Buchautor Uli Niedermair das Seelenleben eines echten Löwenfans auf, der erstens sehr leidensfähig sein muss, aber auch in prekären Situationen mit Herzblut hinter seiner Mannschaft steht.

In diesem Buch mit stark autobiografischen Zügen berichtet Niedermair über seine erste große Liebe – nicht diejenige zu seiner Frau, sondern zu 1860 München. Dabei sei dieser Verein „nur sehr bedingt als Seelentröster geeignet“. Niedermair führt aber gute Gründe auf, Löwenfan zu sein. So waren die 60er „zuerst da“ und stehe der Löwe nicht nur im Tierreich für Stärke und Durchsetzungskraft. Außerdem hält eine Löwenfantreue ein Leben lang, also ein Art „Leo-Junkie“, denn „einmal Löwe, immer Löwe“. Und dazu passt auch der Löwenblues, nämlich „hinfallen, aufstehen, hinfallen, aufstehen,…“. Abschließend hoffte der Autor, dass die Löwen heuer noch die Kurve bekommen, denn „eine Renaissance in der Bayernliga ist kein Weg“.

Den Löwenfans aus der Seele gesprochen

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Damit sprach er den anwesenden Löwenfans aus der Seele. Allerdings nütze Geld allein, so Kassier Gerhard Gebauer, nichts. Vielmehr müssen die Rahmenbedingungen in diesem Traditionsverein stimmen. So habe er den Babenhauser Kassenbericht, der positive Zahlen mit Rücklagen schreibt, schon erheblich leichter vorgestellt. In München hätte er sich auf diesem Posten schon eher „geniert“. Anschließend drehte sich die Diskussion auch um die Finanzsituation der Löwen. Es gelte, sich selbst an die Nase zu fassen und wieder mehr Spiele des Traditionsvereins zu besuchen oder gar Mitglied zu werden, hieß es. Offen blieb dann die Frage, ob ein Zuschauerschnitt von 20000 oder 30000 pro Spiel reicht, um zu überleben. Einigkeit herrschte aber darüber, dass eine Insolvenz der „Tod der 60er“ samt deren hervorragender Jugendarbeit wäre.

Zuvor hatte Vorsitzender Ludwig Grimmbacher das Vereinsjahr Revue passieren lassen. Danach zählt der Babenhauser Fanclub derzeit nahezu konstant 158 Mitglieder, darunter allein 32 unter 18 Jahren. Erfolgreich war erneut die Fanclub-Fußballmannschaft, die beim Regional-Kleinfeldturnier den zweiten Platz erkämpfte. Das Halbfinale ist auch heuer wieder eines der Hauptziele. Daneben sollen wieder ein Sommerfest, aber auch Fahrten in die Allianz-Arena und sonstige gesellschaftliche Treffen fester Bestandteil des Jahresprogramms sein.

Offene Baustellen wie die Neugestaltung der Homepage, aber auch der Weihnachtsfeier, sollen demnächst abgearbeitet werden.

Zum Abschluss der Jahresversammlung gab es noch einen Höhepunkt. Edmund Ehrentreich erhielt ein besonderes Geschenk zu seinem 70. Geburtstag, nämlich neben dem Ehrenkrug auch die Ehrenmitgliedschaft samt Urkunde des „Löwenstammtisches Babenhausen“.

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