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Egg an der Günz

06.05.2019

Egg ist trotz vieler Investitionen weiter schuldenfrei

Egg plant den Um- und Ausbau ihrer Schule. Dafür will die Gemeinde 350000 Euro investieren.
Bild: Franz Kustermann

Der Rathauschef informiert bei der Bürgerversammlung über Projekte im Ort. Unter anderem ist der Um- und Ausbau der Grundschule geplant.

Die Gemeinde Egg ist nach wie vor schuldenfrei und hat ein Bankguthaben von 1,7 Millionen Euro. Zudem stehen noch Zuschüsse in Höhe von 150000 Euro aus. Dabei hat die Kommune im vergangenen Jahr das Rathaus umbauen lassen, eine Bauhofhalle sowie einen Anbau für die Feuerwehr geschaffen sowie den Erwerb von zwei Fahrzeugen und den Breitbandausbau abgeschlossen. Außerdem wurde die „Quelle III“ neu gefasst: „Ohne Moos nichts los“, erklärte Rathauschef Franz Morath (Freie Wählervereinigung) bei der Bürgerversammlung.

Gleichzeitig kündigte er für das laufende Jahr weitere wichtige Maßnahmen an: 350000 Euro (plus Festbetragszuschuss von 221000 Euro) will die Kommune in den Um- und Ausbau der örtlichen Grundschule investieren. Da immer mehr Eltern dies nachfragen würden, wird zudem im kommenden Schuljahr erstmals eine Mittagsbetreuung angeboten. Die IT-Ausstattung der Schule sei bereits deutlich verbessert worden: Jedes Klassenzimmer verfüge nun über einen Beamer oder Großbildschirm, eine Dokumentenkamera und einen PC – zusätzlich zum voll ausgestatteten Computerraum. Eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Grundschule soll die Stromkosten künftig deutlich senken.

Die Restzahlungen für bereits abgeschlossene Baumaßnahmen belaufen sich auf 150000 Euro. Die gleiche Summe sieht der laufende Haushalt für die Planung eines neuen Wohnbaugebietes am Haldenweg, südwestlich des oberen Trainingsplatzes, mit zehn Grundstücken sowie die Sanierung von alten Straßen und Kanälen vor. Zudem ist eine neue Quell-Leitung zum Hochbehälter geplant, damit die Schüttung künftig besser ausgenutzt werden kann.

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„Historischer Tiefstand“ im Trinkwasserbereich

Bereits erfolgt ist laut Bürgermeister Morath der Kauf eines Traktors und Hängers für den Bauhof. In die Straßenbeleuchtung sollen 50000 Euro, in die Erneuerung des Rathausvorplatzes 30000 Euro investiert werden. Bis Ende 2022 sind rund 1,5 Millionen Euro für die Sanierung von Blumen-, Wiesen-, Birken-, Buchen- und Lärchenweg sowie die Ziegelgasse und den Schleifweg geplant. Bereits abgeschlossen ist der Breitbandausbau: Die Telekom hat laut Morath zugesichert, bis spätestens Ende 2020 die Bandbreite im bestehenden Netz auf mindestens 100 Megabit pro Sekunde aufzurüsten.

Im Gemeindewald wurde aufgrund der gefallenen Holzpreise wesentlich weniger eingeschlagen, als es der Bewirtschaftungsplan vorsieht. Große Sorgen bereite die Personalsituation bei den örtlichen Feuerwehren: Weil Inneberg mit 16 Mitgliedern nicht mehr über die Mindeststärke von 28 Aktiven verfügt, sei die Wehr tagsüber komplett abgemeldet. Die auf Initiative des Kommandanten Florian Maurus vor einigen Jahren gegründete Seniorengruppe dagegen sei eine tolle Sache, so der Bürgermeister, da die Mitglieder in der Regel auch tagsüber zur Verfügung stehen.

„Echt besorgniserregend“ wegen der immer noch anhaltenden Trockenheit seien die Quellschüttungen. Morath sprach von einem „historischem Tiefststand“ im Trinkwasserbereich: Die Gemeinde mache sich nun Gedanken über einen Trinkwasserverbund, zumindest über die Möglichkeit einer Notversorgung und den Bau eines zweiten Trinkwasserbehälters. Neue Beitragsbescheide aufgrund der bereits abgeschlossenen Quellsanierung werden erst 2020 „sozialverträglich“ erfolgen. Dann werden auch die Wassergebühren (derzeit 59 Cent/Kubikmeter, Grundgebühr 30 Euro) neu kalkuliert.

Was die Bürger bei der Versammlung zu sagen hatten, lesen Sie hier: Halteverbot und Zehentstadel stehen in Egg im Fokus

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