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Mohrenhausen

13.02.2020

Eigenheim im Mini-Format soll in Mohrenhausen entstehen

Die Zeichnung zeigt, wie das geplante Mini-Haus in Mohrenhausen aussehen könnte.
Bild: Architekt Jörg Hehl (Repro)

So klein wie möglich, so groß wie nötig: In Mohrenhausen soll ein Tiny House entstehen. Es ist nicht das erste im Gemeindegebiet.

Ihr zukünftiges Heim soll „so klein wie nur möglich und nur so groß wie nötig“ werden: Alexandra und Fabian Fischer wollen in Mohrenhausen ein Tiny House errichten. Der Bauantrag stand bei der jüngsten Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung. Der Begriff Tiny House kommt ursprünglich aus den USA und bedeutet übersetzt „winziges Haus“.

Seit etwa sieben Jahren wohnt das Paar zusammen. Ihre aktuelle Wohnung ist insgesamt 80 Quadratmeter groß. „Dabei nutzen wir ein Zimmer eigentlich nicht wirklich“, sagt Fabian Fischer. So sei ihnen klar geworden, dass sie „nicht viel Platz, sondern gut organisierten Raum brauchen“ – also auch „keine unnötigen Räume, in denen ,Gruscht’ gesammelt wird“. Gleichzeitig sollte es aber auch kein Tiny House werden, in dem das Leben später – sollte die Familie größer werden – unmöglich wird.

Auf das Thema seien sie gekommen, als sie sich ihm Rahmen ihrer Planungen über Minimalismus und Nachhaltigkeit informiert haben, so Fabian Fischer. Das junge Ehepaar – sie kommt aus Babenhausen, er stammt aus Mohrenhausen – hat einen Bauplatz am Birkenweg am Ortsrand von Mohrenhausen. „Ein wunderschöner Platz“, schwärmt Fabian Fischer, der unter anderem als Bürgerhausbeauftragter und Vorstandsmitglied des Schützenvereins fest in seinem Heimatort verwurzelt ist. Außerdem steht Fischer, der den Nachnamen seiner Frau angenommen hat, noch als Fabian Pippis auf der Liste der Freien Wählergemeinschaft Kettershausen für die anstehende Kommunalwahl.

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Tiny House soll etwa fünf auf neun Meter groß sein

Den Fischers stellte sich erst gar nicht die Frage, ob sie vielleicht ein mobiles Tiny House auf Rädern besitzen wollen. Denn am Birkenweg soll ihr fester Wohnsitz entstehen. Der Bauantrag, dem der Gemeinderat einstimmig zustimmte, sieht ein Häuschen mit einer Grundfläche von etwa fünf auf neun Metern und ein Carport für zwei Autos vor. Statt eines zweiten Stockwerks möchte das Paar eine loftartige Lösung, damit freier Wohnraum entsteht. Ein Raum im Erdgeschoss wird Wohnzimmer, Esszimmer und Küche zugleich, der andere ist für Bad und Technik vorgesehen. Oben im „Loft“ soll das Bett und auf einer anderen Ebene Schränke, Büro oder später auch das Kinderzimmer untergebracht werden. Das Haus soll in Holzständerbauweise gebaut werden. Also „nachhaltig und ökologisch“, betont Fabian Fischer.

Der Begrünungsplan, der aufgestellt werden musste, stellte für das Paar kein Problem dar. Denn es war von Anfang an geplant, dass es um das Mini-Haus herum mit Hecken, Bäumen und auch einer Blumenwiese künftig grünen und blühen soll. „Schön wäre, wenn das Haus bis Ende 2020 steht“, sagt Fabian Fischer. Vieles soll dabei in Eigenleistung erledigt werden. Als grob anvisierten Einzugstermin nennt er Mitte 2021.

Wie berichtet, steht seit dem vergangenen Jahr bereits ein Tiny House in einem anderen Kettershauser Ortsteil: in Zaiertshofen. Dabei handelt es sich um ein etwa 18 Quadratmeter kleines Eigenheim auf einem Anhänger. Mehr dazu lesen Sie hier: Warum eine junge Frau in einem 18-Quadratmeter-Haus wohnen will

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