1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Ein Abend, der Lust aufs Singen weckt

Auftritt

19.06.2018

Ein Abend, der Lust aufs Singen weckt

Begeisterung bei den Sängern und Begeisterung beim Publikum: Das Konzert des Sängerkreises Iller-Roth-Günz kam gut an.
Bild: Ursula Katharina Balken

Der Iller-Roth-Günz-Sängerkreis gestaltet in Vöhringen ein Konzert voller „Lebenslust“

Auf dem grünen Hügel in Bayreuth ruft stets ein Bläserensemble die Besucher ins Theater, um zu signalisieren: Das Spiel kann beginnen. In Vöhringen war es die Jagdhorngruppe Neu-Ulm-Süd, die die Gäste in den Saal des Wolfgang-Eychmüller-Hauses bat. Es war nicht der einzige Auftritt, der das Konzert des Iller-Roth-Günz-Sängerkreises zu etwas Besonderem machte. Unter der Leitung von Markus Romes gestalteten junge und ältere Sänger einen Abend, der mit „Lebenslust“ betitelt war und vom Publikum gefeiert wurde.

Das Konzert war in drei Teile gegliedert: „Diesen Kuss der ganzen Welt“, „Gartenfest“ und „Arkadien“. Mitwirkende waren der große Chor des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums Weißenhorn unter Leitung von Karoline Mauer, das Ensemble Stimmwerk des Männergesangverein Illerberg-Thal mit Dominik Herkommer am Pult, der Männergesangverein Roggenburg mit Dirigent Hans Blum, der Kreischor des Iller-Roth-Günz-Sängerkreises mit Markus Romes und ein kleines Streicher-Ensemble des Philharmonischen Orchesters Ulm. Die Fäden der Regie hielt Romes in den Händen. Er hatte ein kontrastreiches, aber stimmiges Programm zusammengestellt. Geschickt war auch die „Logistik“, die sich auf der Bühne im Kulturzentrum abspielte. Es gab keine langwierigen Wechsel, alles ging fließend ineinander über. Einen kleinen Schönheitsfehler gab es allerdings: Im Programmheft fehlte die Zuordnung der Chöre zu den gesungenen Liedsätzen. Wer sich ein wenig auskannte, tat sich leichter.

Der Chor des Weißenhorner Gymnasiums zeigte sich von einer frischen Seite. Die jugendlichen Stimmen überzeugten die Zuhörer auf Anhieb. Eine erstaunliche Entwicklung hat das Stimmwerk aus Illerberg gemacht. Aus einem Jugendchor des MGV Illerberg-Thal, gegründet 2001, formte der engagierte Chorleiter Dominik Herkommer ein Ensemble, das sich modernen Kompositionen verschrieben hat. Gänsehautmomente löste die Interpretation von Enyas „Only time“ aus, das Erinnerungen an die schrecklichen Ereignisse des 11. September 2001 in New York weckte. Das Ende des zweiten Teils bildete eine markige Interpretation des Jägerchors aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber. Instrumentale Unterstützung kam von den Jagdhornbläsern. Für die gute Prise Humor sorgte der Männergesangverein Roggenburg, der über erstaunlich gute Tenöre verfügt – heute fast eine Seltenheit bei Männerchören. Ihre Beiträge amüsierten die Zuhörer sichtlich.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Im dritten Teil setzte der Kreischor mit „Luminous Night Of The Soul“, ein äußerst schwieriger Satz, einen musikalisch interessanten und klanglich reizvollen Akzent. Das kam auch optisch zum Ausdruck, die Sängerschar erschien ganz in Weiß auf der Bühne, von der Technik ins rechte Licht gerückt.

Ein Abend neigte sich dem Ende zu, der Lust aufs Singen machte. So stimmten die Besucher zum Schluss aus vollem Herzen „Kein schöner Land“ an. „Lust zu leben, Singen und Musizieren stehen in einer glücklichen Verbindung“, sagte Romes. So war es schade, dass der Saal nur zur Hälfte besetzt war.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
_AKY1866.JPG
Illertissen

Fleischklopfer-Attacke landet erneut vor Gericht

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser Morgen-Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen