Musik

02.12.2014

Ein Chor-Genuss

Glanzlichter eines frischen, begeisternden und jungen Chorgesangs setzte der Große Chor gekonnt in Szene.
Bild: Armin Schmid

Begeisternde weihnachtliche Gala in der Kollegskirche. Mit regionaler Premiere

Mit einer begeisternden weihnachtlichen Lieder-Gala und dem monumentalen Weihnachtsoratorium „Stella Natalis – Stern der Geburt, Weihnachtsstern“ haben der Kreischor des Sängerkreises Iller-Roth-Günz und der Chor Vocalica Pfuhl zusammen mit dem Jedesheimer Spatzenchor ein gleichermaßen beeindruckendes wie stimmungsvolles Vorweihnachtskonzert in der Kollegskirche gestaltet.

Einen gelungenen Auftakt im nahezu voll besetzten Kirchenschiff meisterte der Jedesheimer Spatzenchor. Brigitte Kögel hatte das Kinderensemble, das mit einem Weihnachtskanon und dem pfiffigen Weihnachtskekse-Blues die Sympathien des Publikums im Nu eroberte, auf diesen großen Auftritt vorbereitet. An Höhepunkten mangelte es nicht. Eine begeisternde Gesangsshow steuerte der Chor Vocalica Pfuhl bei. Beschwingt, schwungvoll und afrikanisch angehaucht überzeugten die Pfuhler Sänger das Publikum mit dem Zulu-Song „Siahamba“ und der Gospel-Interpretation „Jesus, oh what a wonderful Child“. Bevor begeisternder Applaus aufbrandete, beendeten die Frauen des Kreischors den Titel „ Nigra Sum“, mit einem festlichen und anmutigen Halleluja.

Und immer mittendrin – der Kreischorleiter Markus Romes – mal ernst, mal beschwingt, scheinbar tiefenentspannt, doch immer hoch konzentriert und präsent. Beim südafrikanischen Traditional „Tshotsholoza“ hielt es kaum mehr jemand auf den Sitzen beziehungsweise auf den Kirchenbänken. Klatschend und singend stimmten die Zuhörer in den Refrain mit ein und bedankten sich für den ersten Konzertteil mit Bravo-Rufen und anhaltendem Applaus. Dabei stand das Beste noch aus.

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Im zweiten Konzertteil versammelten sich rund 130 Mitwirkende aller drei Chöre im Altarraum, um mit der musikalischen Weihnachtsbotschaft aus dem Werk „Stella Natalis“, von Karl Jenkins den Blick auf besinnliche, festliche Tage und die kommende Weihnacht zu lenken. Nach dem bravourös gelungenen ersten Konzertteil lag Spannung in der Luft. Würde Markus Romes die Sängerschar zu weiteren Leistungssteigerungen motivieren können? Er konnte. Es warteten 12 Sätze des Weihnachtsoratoriums, einer regionalen Premiere, die musikalischen Hochgenuss offerierten. Sowohl die Sopranistin Angela Braun, die bei „Sleep, Child of Winter“ eine eindrucksvolle Kostprobe ihres Könnens erklingen ließ, wie auch der Solotrompeter Johann Konnerth wurden gleich mehrmals mit Szenenapplaus bedacht.

Während der Spatzenchor den achten Satz „From our Earth“ wirkungsvoll auf der gegenüberliegenden Empore einleitete, endete das Lied vom Stern von Bethlehem im fortissimo aller Chöre und lautstarkem Beifall. Ein grandioses Finale mit dem zwölften Satz „Jubilate Deo“ und ein von der Besetzung der Ulmer Philharmoniker und strahlenden Trompetenklängen begleitetes „Amen“ setzten den gelungenen Schlusspunkt hinter ein Werk, das vor Inspiration nur so sprühte.

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