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Konzert

08.05.2012

Ein Dankeschön an die Freunde

Benefizabend mit Harfenspiel und Rezitation: Olga Jekle an der Harfe und Schirin Ghadban trugen frühlingshafte Emotionen in die Illertisser Schranne.
Bild: Schmid

Duo bringt zugunsten des Fördervereins Wachkomapatienten Frühling in die Schranne

Illertissen Zu einem außergewöhnlichen Erlebnis und lyrischen Genuss machte das Duo Schirinolga den gut besuchten Benefizabend des Fördervereins für Wachkomapatienten in der Schranne in Illertissen.

„Das ist ein Dankeschön an unsere Freunde, Mitglieder und Förderer“, erläuterte das Förderratsmitglied Wolfgang Ostermann und fügte an, dass der Verein ansonsten das ganze Jahr über im Stillen wirkt.

Verein leistet oft das, was Krankenkassen nicht bezahlen

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Doch dieses Wirken hat es durchaus in sich. So unterstützt der auf 300 Mitglieder angewachsene Förderkreis Wachkomapatienten und ihre Angehörigen. „Wir leisten oft das, was die Krankenkassen nicht mehr bezahlen“, betonte Ostermann. Darunter sind, wie Johann Faulhaber berichtete, zum Beispiel eine Pferde- oder Musiktherapie, eine besondere Matratze oder auch Umbaumaßnahmen an Haus und Wohnung, die das Leben für die Patienten und ihre Familien etwas erträglicher machen.

In den Mittelpunkt der Benefizveranstaltung stellte das Duo Schirinolga Lyrik und Meditation zum Frühlingserwachen. Dabei zogen Schirin Ghadban und Olga Jekle die Zuhörer von Anfang an in ihren Bann. Der künstlerische Grundgedanke war gut zusammengestellt und publikumswirksam. Gefühlvolle Rezitationen von Schirin Ghadban, die von Autoren und Dichtern aus der Romantik stammten, gepaart mit meditativen und solistischen Harfenklängen von Olga Jekle bildeten ein mit viel Applaus begleitetes Konzept für einen begeisternden Lyrikabend.

Erklärtes Ziel war es, den Frühling erlebbar zu machen. Besonders am Herzen lag dem Duo dabei der Dichter Hermann Hesse, der es mit wenigen Worten schaffte, die blühende Aura des Mai vor dem geistigen Auge erstehen zu lassen.

Während die letzten Sonnenstrahlen stimmungsvoll in die Schranne hinein leuchteten, verlieh Schirin Ghadban den Worten und Werken von Eduard Mörike, Johann Wolfgang von Goethe und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben Stimme und vor allem viel Gefühl.

„Die Stille“ von Hedwig Lachmann, einer Dichterin, die zeitweise in Krumbach lebte und dort im Jahr 1918 starb, bildete die Zugabe des ebenfalls aus Krumbach stammenden Duos. Emotionale und meditative Intonierungen der Harfenistin Olga Jekle und die von Schirin Ghadban rezitierten nachdenklichen Verse der Stille hinterließen ein begeistert applaudierendes Publikum.

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