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Illertissen

21.01.2019

Ein Gebiet, viele Ideen: Wie geht’s im Illertisser Süden weiter?

Der Illertisser Süden soll sich entwickeln. Aber wie?
Bild: Jens Carsten (Archiv)

Ein Münchner Investor will das Areal bebauen – die Stadt Illertissen pocht dagegen auf ihre Planungshoheit. Nun steht ein Gespräch an.

Süden ist nicht gleich Süden – zumindest wenn es um die Pläne geht, wie sich das Gebiet um die Berufsschule herum entwickeln soll. Während die Stadt ein Konzept entwickeln lässt, das die Flächen verschiedener Eigentümer aufgreift, hat Investor Frank Multerer aus München kürzlich eine eigene Idee vorgestellt. Deren Krux: Er will einen Supermarkt bauen und hat auch Raum für eine Veranstaltungshalle vorgesehen. Seither wird in Illertissen darüber diskutiert. Multerer sieht zwar Potenzial, das „stark prosperierende“ Illertissen habe als Mittelzentrum „erheblichen Nachholbedarf“ bei der Einzelhandelsversorgung, sagt er. In der Vöhlinstadt befürchtet allerdings mancher, dass ein neuer Supermarkt an dieser Stelle den Händlern in der Innenstadt eine bedrohliche Konkurrenz machen würde. Ob die Absichten von Multerer und der Verantwortlichen der Stadt zusa mmenpassen, soll sich im Februar zeigen: Dann ist ein Gespräch zwischen dem Investor und Bürgermeister Jürgen Eisen angesetzt.

Mehrfamilienhäuser, Supermarkt und Konzerthalle: So stellt sich der Immobilienhändler Frank Multerer aus München das Areal im Süden Illertissens vor.
Bild: FMP Real Estate


Multerer, der mit seiner Firma FMP Real Estate an der Umgestaltung des ehemaligen Ruku-Geländes zum Wohngebiet beteiligt war, verspricht davon einiges: Er wolle zum einen Näheres über das städtische Konzept in Erfahrungen bringen. Andererseits hofft er, dass beide Planungen abgestimmt werden können. „Das wäre sehr sinnvoll.“

Supermarkt im Süden: Was ist das Beste für Illertissen?

Bürgermeister Eisen seinerseits will sich Multerers Idee näher erläutern lassen. Zum Zeitpunkt des Treffens im Februar werde der Bauausschuss über die Entwicklung des Illertisser Südens beraten und vielleicht auch einen Entschluss gefasst haben. „Dann weiß ich, was die Räte wollen“, sagt Eisen und betont, das allein die Ratsmitglieder festlegen werden, wie es am Ortstrand in Illertissen weitergeht. Es gehe darum, was das Beste für Illertissen sei. Ob sich diese Absicht allerdings mit Multerers Vorstellung deckt, sei offen. „Seine Sicht ist eventuell anders“, sagt Eisen und meint neben dem Supermarkt-Bau wohl auch den Verkauf der landwirtschaftlichen Flächen durch Bauer Andreas Vill. Der will nach eigenem Bekunden einen angemessenen Preis erzielen, um den Umzug seines Hofs ins Ried finanzieren zu können.

Sollte die Stadt als Käufer auftreten, ist es wohl fraglich, ob die Summe zusammenkommt: „Wir werden nicht mehr zahlen, als anderen Eigentümern in dem Gebiet“, stellt Eisen fest. Grundsätzlich sei es denkbar, dass ein Investor tätig wird. Aber der müsse sich dann an die Vorgaben halten, welche die Stadträte für den Süden aufstellen.

Warum die Interessen im Illertisser Süden nur schwer zu vereinbaren sind: Lesen Sie einen Kommentar von unserem Redakteur Jens Carsten: Warum die Interessen im Illertisser Süden nicht zusammen passen

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