Newsticker

Corona-Krise: Starker Anstieg der Arbeitslosenzahlen befürchtet
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Ein Heimspiel für den neuen Staatssekretär

Babenhausen

10.03.2020

Ein Heimspiel für den neuen Staatssekretär

Klaus Holetschek

Klaus Holetschek stellt in Babenhausen sein neues Aufgabengebiet in der Staatsregierung vor.

„Es ist immer schön, in Babenhausen zu sein!“ Mit diesen Worten eröffnete Klaus Holetschek, seit Kurzem bayerischer Staatssekretär für Wohnen, Bau und Verkehr, seinen Antrittsbesuch im Fuggermarkt in dieser Funktion. Das Amt ist neu, doch verbindet ihn seit Jahrzehnten viel mit Babenhausen. Bereits in seiner Zeit als Kreisvorsitzender der Jungen Union und später als JU-Bezirksvorsitzender fanden die Klausurtagungen der CSU-Nachwuchspolitiker in der Babenhauser Jubi statt. Hier wurden laut Holetschek die Fäden zwischen den Kommunalpolitikern geknüpft, die ihn in seinem politischen Engagement stets unterstützten.

In seinem neuen Amt beschäftigt sich der Politiker mit den zentralen Themen für jeden Ort. So ging Holetschek auf die Sanierung des Fuggerschen Zehentstadels ein, der dank staatlicher Zuschüsse eine neue Funktion bekommen soll und damit zur Ortsentwicklung beitrage. Die Verantwortlichen, so der Staatssekretär, müssen dabei „Hand in Hand“ zusammenarbeiten und für die Realisierung sorgen.

Wie er sich Genehmigungsverfahren in Zukunft vorstellt

Auf dem Bausektor sollten laut Holetschek die Genehmigungsverfahren zügiger als bisher abgewickelt werden. Holetschek sprach sich für die Drei-Monats-Regelung aus: Wenn bezüglich eines Antrags nicht innerhalb von drei Monaten ein Bescheid erfolge, sollte dieser als genehmigt angesehen werden. Hier gelte es, Verantwortung zu übernehmen und den Verwaltungsbehörden die Angst vor falschen Entscheidungen zu nehmen. Deregulierung heiße zudem das Zauberwort, vor allem aber die „Bürger mit ihren Anliegen in den Mittelpunkt zu stellen“.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Dabei gelte es für die Politiker, vor allem den Menschen zuzuhören. Dies habe er nicht zuletzt als Bürgerbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung als äußerst positiv erlebt. Viele Bürger hätten überrascht reagiert, wenn er einmal nicht redete, sondern einfach zehn Minuten nur zuhörte. Zudem müsse man auf dem Sektor der Mobilität vor allem auf dem Land neue Wege gehen, vor allem bezüglich des ÖPNV mit einheitlichen Preisen beziehungsweise Tickets.

Ein wichtiges Thema: Gesundheit und Pflege

Sowohl als Landtagsabgeordneter, aber jetzt auch als Staatssekretär und gleichzeitig als Vorstandsvorsitzender des Bayerischen Landesgesundheitsrates liege ihm die Gesundheit und Pflege der Bevölkerung sehr am Herzen. Holetschek forderte nicht zuletzt die Erhöhung der Zahl an Kurzzeitpflegeplätzen –vor allem im Unterallgäu. Dem Pflegepersonal aller sozialen Einrichtungen zollte der Politiker hohen Respekt, da dieses Unglaubliches leiste. Deshalb müssten auch die Rahmenbedingung optimiert werden, besonders in der Altenpflege.

Allerdings machte Holetschek auch unmissverständlich klar, dass „die Politik nicht alles lösen kann“. Vielmehr sollten „Politiker stets Menschen mit Herz am richtigen Fleck“ sein und sich den Fragen der Bevölkerung stellen. Vor dem Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein zog Holetschek bildlich gesprochen den Hut für dessen Engagement, Fördergelder in Millionenhöhe für Sanierungsmaßnahmen auf dem Fuggerareal in Babenhausen in Berlin loszueisen. Dafür dankte ihm auch Bürgermeister Otto Göppel und der CSU-Ortsvorsitzende Christian Pfeifer. Letzterer hat für Schmunzeln gesorgt, als er anführte, dass er bei Nüßlein den Millionen-Euro-schweren „Zuschusskoffer“ vermisse. Schmunzeln gab es auch für Pfeifers Aussage angesichts des vollen Rösslesaals: „Bei der CSU gibt es kein Corona!“

Sie interessieren sich für Kommunalpolitik? Dann lesen Sie auch:

Das macht der Neu-Ulmer Kreistag - und so viel Geld erhält jeder Kreisrat

Landratskandidaten stehen Rede und Antwort



Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren